(35) Krisen, Konflikte, Kurbelradios – Wie wir gut durch turbulente Zeiten kommen. Mit Pia Lamberty

Shownotes

Es sind turbulente Zeiten. Politische Radikalisierung, eine AfD im Aufwind und ein Kanzler, der uns mal per Stadtbild, mal per Lifestyle-Teilzeit beschimpft. Als neueste Entgleisung nannte er eine Kinderärztin „Nutznießerin“; woraufhin sich abertausende Gesundheitsfachkräfte fragten, wann genau sie von „systemrelevant“ zu „System-Nutznießern“ geworden sind. Und dann wären da noch die Großbaustellen Klimakrise, Nahostkonflikt und natürlich das, was Donald Trump (Stichwort Venezuela, Iran, Grönland) und Wladimir Putin (Krieg, Sabotage, Drohungen) täglich so veranstalten.

Was braucht man in turbulenten Zeiten besonders? Was hilft uns beim Durchstehen von Krisen? Die Antwort lautet: Psychische Resilienz. Kohärenz. Wir brauchen einen belastbaren Umgang mit den Widrigkeiten der Welt. Um genau darüber zu reden, habe ich mir eine Expertin eingeladen: Sozialpsychologin Pia Lamberty!

Ein Gespräch über Krisen und wie wir mit ihnen umgehen. Wie man aus der Not eine Tugend macht – und die nötige Resilienz entwickelt, um auch zukünftige Krisen zu überstehen, sei es die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt oder noch größere Katastrophen.

Es gibt Tipps zur Katastrophenvorsorge, zur psychischen Ersten Hilfe und ihr erfahrt, warum ihr besser nicht mit Zahnschmerzen ins Internet solltet. Es geht u.a. um radikale Freundlichkeit, um Katastrophenschutz-Leuchttürme, Grablichter und Kurbelradios. Was ich für den Ernstfall im Keller lagere, erfahrt ihr selbstverständlich auch!

Und das Beste: Trotz vieler ernster Themen wurde oft gelacht! Danke, Pia!


Pia Lamberty ist promovierte Psychologin mit Schwerpunkt Sozialpsychologie. Sie beschäftigt sich insbesondere mit der Frage, wie gesellschaftliche Krisen, Desinformation und Verschwörungserzählungen das Denken, Erleben und Handeln von Menschen beeinflussen. Zuletzt erschien „Der Untergang kann warten – Wie wir in Krisenzeiten Hoffnung schöpfen“ (2026).


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00:00:07: Es sind turbulente Zeiten.

00:00:09: Politische Radikalisierung, eine AfD im Aufwind und ein Kanzler der uns mal per Stadtbild, mal per Lifestyle Teilzeit als Faul beschimpft.

00:00:19: Als neueste Entgleisung nannte er eine Kinderärztin Nutznieserin.

00:00:23: Voraufhin sich abertausende Gesundheitsfachkräfte fragten wann genau sie von systemrelevant zu System-Nutzniesern geworden sind?

00:00:34: Und dann wären da noch die Großbaustellen, Klimakrise nach Ostkonflikt und das was Donald Trump täglich so veranstaltet.

00:00:42: Stichwort wie eine Zuehler Iran-Grünland.

00:00:45: Was braucht man in turbulenten Zeiten besonders?

00:00:49: Was hilft uns beim Durchstehen von Krisen?

00:00:52: Die Antwort lautet psychische Resilienz.

00:00:55: Wir brauchen einen belastbaren Umgang mit den Widerigkeiten der Welt.

00:00:58: und um genau darüber zu reden habe ich mir eine Expertin eingeladen Pia Lamberti, hallo Pia.

00:01:06: Hallo!

00:01:08: Schön dass du da bist, liebe Pia einige werden dich kennen aus den sozialen Medien, aus deinen Interviews der letzten Jahre.

00:01:15: Du bist nicht nur aber auch seit Corona besonders aktiv gewesen.

00:01:20: Aber ich werde dich mal vorstellen das kann ja auch tatsächlich sein Dass manche Menschen dich noch nicht kennen.

00:01:24: dann wird es jetzt spielestens jeder Fall sein.

00:01:26: und diese Podcast der jetzt folgt.

00:01:29: Nimm mich Pia, du bist promovierte Psychologin Du bist genauer gesagt Sozialpsychologin.

00:01:35: Das heißt, du beschäftigst dich mit der Frage wie gesellschaftliche Krisen funktionieren?

00:01:39: Wie Desinformation funktioniert aber auch wie Verschwörungs Erzählungen das Denken des Erleben und das Handeln von Menschen beeinflussen.

00:01:50: Du polizierst wissenschaftlich, du bist zivilgesellschaftlich unterwegs eben auch in der Wissenschaftskommunikation.

00:01:56: Also ganz viele Interviews am Start.

00:01:58: Du bist mitgründerin des Center für Monitoring, Analyse und Strategie dem CEMAS dass ich auch ganz viel mit Verschwörungsideologien und Radikalisierung und Rechtsextremismus beschäftigt.

00:02:10: also kleiner Tipp schon jetzt folgt auch gerne beim CEMASS rein unter anderem auf Instagram wenn ihr wollt aber auch Blue Sky & Co.

00:02:18: Du bist allgemein sehr aktiv an der Schnittstelle von Psychologie und Gesellschaft.

00:02:22: Gibts auch Workshops, Trainings, Fachberatung für Organisationen und für Teams Und soeben ist erschienen dein neues Buch.

00:02:33: Der Untergang kann warten wie wir in Krisenzeiten Hoffnung schöpfen.

00:02:40: Ja!

00:02:40: So viel zum Intro.

00:02:42: Wie geht's dir heute Leip hier?

00:02:43: Okay

00:02:44: Mir geht es ganz Okay, den Umständen der Gesellschaft entsprechend vielleicht.

00:02:51: Aber gleichzeitig muss ich auch sagen... Also natürlich geht das alles an mir jetzt auch nicht spurlos vorbei und eine meiner Umgangsstrategien war so ne... Ich weiß immer nicht wie es nennen soll Workbook zu machen, ne?

00:03:07: Resilient durch die Wahl, sieben Tage und bekanntlich waren sieben Tag von Sonntag bis zum Montag nach der Wahl.

00:03:14: Und ich muss sagen, da hab' ich ganz tolles Feedback bekommen und das hilft mir natürlich auch, resilienter durch diese Zeit zu kommen.

00:03:24: Nach der Wahl sagst du, deswegen wir kontextualisieren das Ganze hier erst mal ein bisschen zeitlich.

00:03:29: Wir zeichnen am zweiten neunten Vormittag auf.

00:03:33: Du beziehst dich auf die Landtagswahl Sachsen-Anhalt.

00:03:36: ich werde das hier auch tatsächlich noch zuvor publizieren.

00:03:39: also das kommt am Wochenende raus.

00:03:42: ihr könnt es zuvor hören und das wird auch unser Thema sein.

00:03:45: unter anderem Ich möchte mit dir unbedingt auch gerne über Sachsen Anhalt, politische Umbrüche gehen.

00:03:55: Aber, also wir sind schon mitten im Thema... aber meine Intro-Frage an dich ist eine, wenn man so möchte, eine Antike oder eine philosophische auch wenn man sie möchte.

00:04:05: in der griechischen Mythologie ist Atlas ja die Figur Atlas ein Titanen der dafür berühmt es das Himmelsgewelbe auf seinen Schultern zu tragen.

00:04:14: er sorgt auch dafür dass Himmel und Erde nicht zusammenfallen und steht somit als Sinnbild für enorme Last und enorme Pflichten.

00:04:22: Die haben wir so auf die Gegenwart bezogen.

00:04:24: Ist das ein gutes Sinnbild für unsere Zeit?

00:04:26: Haben wir aus deiner Sicht momentan besonders viel zu ertragen oder leben wir in Anführungsstrichen, in besonders atlantischen Zeiten?

00:04:42: Ehrlicherweise glaube ich kann nicht so diesem Sinnbild nicht wirklich von dir etwas beitragen aber ich nehme es trotzdem mal weil Es ist irgendwie doch ganz schönes.

00:04:53: Also ich würde sagen, dass es schon belastender ist als noch vor einigen Jahren und wenn wir gucken also haben wir global eine Hinwendung zu autoritären Weltbildern.

00:05:10: Wir sehen das die Demokratie immer mehr oder immer weniger relevant hat, dass immer weniger demokratische Staaten da sind.

00:05:20: Dass es autoritäre Verschiebungen gibt.

00:05:23: Soweit ich weiß ist das ja auch so, dass die Anzahl der bewaffneten Konflikte immer mehr gestiegen ist.

00:05:29: Wir haben eine Verschiefung von globalen Machtpositionen.

00:05:34: Du hattest ja am Anfang schon ein bisschen benannt Russland China Iran USA.

00:05:41: Da bricht gerade ganz viel und verändert sich gerade ganz.

00:05:46: Und mit Blick auf Deutschland muss man sagen, dass wir in der Nachkriegszeit noch nie so eine starke rechtsextreme Partei hatten wie heute.

00:05:58: Das ist real und haben jetzt noch nicht über die Klimakrise gesprochen oder ökonomische Belastungen.

00:06:04: Und das ist ja vielleicht nicht der optimistischste Einstieg.

00:06:08: aber mein Plädoyer ist ja... Wir müssen damit arbeiten was es ist.

00:06:15: uns anschauen, was gerade passiert und Risikoanalyse ist der erste Schritt um zu wissen, was wir überhaupt tun können.

00:06:22: Und selbst da sind wir ja noch nicht an einem guten Punkt.

00:06:25: Also wenn du dir die mediale Berichterstattung anschaust, ist es ja bei Weitem nicht so dass es ganz klar ist das man sagt die AfD ist eine rechtsextreme Partei Das heißt gerne eine in Teilen rechtsextreme Partei, eine rechtspopulistische Partei.

00:06:42: Also selbst da traut man sich nicht klar zu analysieren.

00:06:46: und wenn man das nicht macht wie soll man denn dann gute Strategien entwickeln?

00:06:50: Also erstmal anerkennen was ist aber nicht um zu verharren oder den Kopf in den Sein zu stecken sondern mit dem zu arbeiten was da ist.

00:07:00: Also vor der Problemblösung steht die Problembeschreibung könnte ich sagen

00:07:05: Genau.

00:07:05: Also ich quatsche kurz dazwischen, aber um mal jetzt vielleicht eine... also vielleicht ein bisschen komische Analogie, ne?

00:07:14: Aber wenn man jetzt mal privat guckt, du bist irgendwie in einer romantischen Beziehung, da musst du ja auch wissen was schiefläuft damit es besser wird und du kannst dir natürlich einreden alles ist super!

00:07:24: Wenn's das aber nicht ist, wird das irgendwann sichtbar werden und vielleicht nicht mehr funktionieren.

00:07:29: Also zu wissen, was ist total wichtig so unangenehm wie das auch ist.

00:07:36: Das ist ja auch tatsächlich ein Problem, das mich schon vor der Pandemie beschäftigt hat in meinem Buch Wahrheit und Verschwörung.

00:07:42: Dass wir das, was manchmal als postfaktische Zeiten beschrieben haben, finde ich gar nicht so gut den Begriff, weil es irgendwie suggeriert wird.

00:07:50: Wir werden vorher in prä- faktischen oder faktischen Zeiten gewesen, wo alle sich immer an alle wissenschaftlichen Erkenntnisse und Fakten gehalten haben.

00:07:57: Was war wahrscheinlich niederfallen?

00:08:01: Ja, natürlich.

00:08:02: Also bevor Donald Trump gewählt wurde haben alle immer ja und Armin gesagt zu Wissenschaftlerinnen und zur Publikation und zu Fachmeinungen.

00:08:09: selbstverständlich, wer erinnert sich nicht?

00:08:11: Ne, aber genau!

00:08:14: Ich finde es krass dass wir tatsächlich jetzt auch eine Pandemie später oder gerade eine Pandemie dass diese Verschwörungsezählungen und die ganzen Fehlbeschreibungen der Wirklichkeit, dass sie doch so viel inbrunst.

00:08:30: Und so viele Selbstüberzeugung immer noch in die Kommentarspalten und ins Internet und in die sogenannten alternativen Medien- und Telegram Kanäle rausgeballert werden.

00:08:41: Das lässt einen manchmal ja nicht verzweifeln.

00:08:44: aber tatsächlich muss man sich dann Dein Buchtitel nochmal sagen und sagen, der Untergang kann warten.

00:08:51: Nämlich den Kopf nicht in den Sand stecken.

00:08:55: Gleichwohl... Wenn ich hier so ein bisschen in die Weglage auf die Gegenwart einsteige, lohnt es sich zurück zu blicken?

00:09:02: Weil objektiv und menschheitsgeschichtlich geht's uns ja eigentlich ganz schön gut.

00:09:05: Du hast gerade einige Punkte genannt wo wir auf absteigenden Ästen sind.

00:09:08: also wollen ihr nicht wie ins Zwangsoptimismus abgleiten und so dafür gibt es keinen Grund.

00:09:13: aber tatsächlich so mensch-heitsgeschichtlich gesehen kann man sagen das war schon mal schlimmer großen Ganzen ne.

00:09:18: und als im ein zwanzigsten Jahrhundert hinsichtlich Wohlstand Gesundheit aufgeklärt hat Kompetenzen international Da habe ich mal ein Zitat dabei, wo du Stellung nehmen kannst und das sich ziemlich gut fand.

00:09:34: Ich sage es gleich am Psychiater.

00:09:35: Warum nicht?

00:09:35: Am Psychiator schrieb oder entsagte mein Interview folgendes vor einer Weile.

00:09:42: Ja man macht gesellig sagt die Psychologie aber muss auch Mal die Kirche im Dorf lassen.

00:09:48: da klagen die Leute heute rund um die Uhr erreichbar zu sein.

00:09:53: Das mag ein Problem sein, aber beim dreißigjährigen Krieg waren die Leute rund um die Uhr durch die Schweden erreichbar.

00:10:02: Und das war viel unangenehmer!

00:10:05: Im neunzehnten Jahrhundert gab es zwölf Stunden Arbeit unter Tage im zwanzigsten Jahrhundert zwei Weltkriege Zitat Ende von Manfred Lütz.

00:10:17: Ja wie findest du diese Analyse?

00:10:19: Ich finde gerade dieses.

00:10:20: im Dreißigjährigen Krieg waren die Leute rund um die Uhr durch die Schweden erreichbar, deswegen soll man bitte nicht jammern wenn man heute den ganzen Tag durch so ein Handy oder durch die sozialen Mädchen erreichbares.

00:10:29: das bin ich so als... Das ist eigentlich schon Battle-Rap.

00:10:31: Eigentlich ist es schon eine Punchline, richtig so BAM!

00:10:34: So und das gefällt unter dem Aspekt super also stilistisch aber Stimmt es?

00:10:39: Also, wie stehst du zu diesem Zitat.

00:10:41: Stimmst du zu oder denkst du, da ist jemand zu komisch unterwegs?

00:10:46: Ich habe viele Assoziationen.

00:10:48: also eine ist das Thema Punchline dass wir schon glaube ich als Gesellschaft manchmal dazu neigen und das beziehe jetzt nicht nur auf das so wohlklingenden Setzen zu folgen.

00:11:05: Sachen, die sich irgendwie cool anfühlen, die so ein bisschen edgy sind.

00:11:09: Man haut das raus und klarteile ich das.

00:11:13: Dann fühlt man sich vielleicht auch so ein bissel besser, weil man hat ja was rausgehauen.

00:11:18: Und natürlich ... Da muss man dazu sagen, kein Interview wird der Realität gerecht.

00:11:24: Das wissen wir beide.

00:11:26: Wird aber nicht der Komplexität der Gegenwartbericht?

00:11:29: Also ich meine, die Probleme sind ja nicht nur unser Handy.

00:11:32: Das wäre ja schön wenn das so wäre sondern die sind ja komplexer plus ohne da jetzt irgendwie so ein weiß ich nicht Leidensranking daraus machen zu wollen ist es ja schon so dass dieses Zu gespammt werden mit Inhalten unserer Hirn einfach auch massiv überfordert.

00:11:56: klar hat man vor bei sie nicht hundert Jahren Moment, was haben wir jetzt gerade?

00:12:01: Irgendwie nochmal eine andere Form von Arbeit gehabt.

00:12:05: Vielleicht genau teilweise sogar mehr gearbeitet am Tag aber es war glaube ich oft Agreifbarer, also man hat irgendwie was gemacht und hatte einen Output.

00:12:17: Den man sehen konnte, was ja heute ganz oft nicht der Fall ist.

00:12:21: Man konnte sich auch mehr auf eine Sache konzentrieren.

00:12:25: Dann hast du jetzt mal ganz klischemäßig den Acker gemacht mit den Kartoffeln.

00:12:29: Da warst du fertig!

00:12:31: Und das war so diese eine Tätigkeit.

00:12:34: Und dann kam die nächste.

00:12:36: und jetzt ist ja so, ich sitze am Rechner.

00:12:38: Dann mach' ich gerade irgendwie, weiß ich nicht bereit, dich was vor.

00:12:42: Dann klingt hier die E-Mail, dann schreibt mir da wer über Signal, dann will jemand das?

00:12:46: Dann erwarten die Leute auch immer ganz schneller Antworten.

00:12:49: Ich hab dir gestern eine E-mail geschrieben beim Hast du denn nur nicht dich zurückgemeldet!

00:12:53: Also... Das ist alles so schnell geworden dass das eben für uns auch schwerer zu bewältigen ist als noch vor einer Zeit davor.

00:13:06: Und es gab mal bei Quarks so einen Beitrag dazu und ehrlicherweise weiß ich nicht genau, wie gut die Datenlage ist aber die haben das mal irgendwie verglichen.

00:13:16: und dass irgendjemand vor, ich glaube mehr hundert Jahren, ich müsste's nochmal raus suchen, glaube ich irgendwie so die Informationsmenge, die wir an einem Tag jetzt haben... keine Ahnung, in einem Jahr oder einem halben Jahr oder irgendwie sowas hatte.

00:13:31: Also das ist so eine enorme Verdichtung.

00:13:34: und das Problem ist Evolution ist ja jetzt nicht so schnell dass unser Gehirn innerhalb von fünfzig Jahren oder so in der Lage ist sich mal komplett umzustellen und anzupassen daran was eben also die technologische Entwicklung ist deutlich schneller als die Gehirnentwicklung oder Anpassungsstrategien.

00:13:52: wir sind immer noch eher weil sich nicht ausgestattet, dass wir auf sehr basale Gefahren reagieren.

00:14:02: Also die Angst vor der Schlange oder die impulsive Angst, so Gott!

00:14:07: Oder vielleicht sogar von einer Spinne ist größer als die Angst zum Beispiel von einem SUV, obwohl du ja eine größere Wahrscheinlichkeit hast und ich rede jetzt von Deutschland, dass du an dem Auto in Fall stirbst als durch ne Schlange.

00:14:24: glaube ich, sollte man weniger generell weniger Punchlines und mehr Raum für Komplexität haben.

00:14:31: Aber da muss man natürlich auch Bock drauf haben sich mal wirklich mit Themen auseinanderzusetzen.

00:14:36: Das stimmt.

00:14:37: Allgemeine

00:14:38: Aussage nicht personenbezogen?

00:14:41: Ja Nee, absolut.

00:14:42: Ich hab das Zitat auch nicht gebraucht um jetzt den Herrn zu diskreditieren.

00:14:44: ich fand nur wie gesagt es ist mir hängen geblieben.

00:14:46: ich habe schon vor Jahren gehört und denke immer mal wieder dran gerade weil diese Zeile mich begleitet was sie irgendwie interessant finde.

00:14:52: und natürlich wenn wir es argumentativ anschauen ist es ist es faktisch richtig aber nicht hilfreich.

00:14:59: wenn man sagt ja ja mal doch nicht woanders ist Krieg so?

00:15:02: ne.

00:15:03: also wenn man erst ab dem Kriegseintritt oder der Kriegserklärung oder wenn wirklich die Bomben fallen anfangen darf die Gesellschaft zu kritisieren Tickdorf zu finden oder einen Leit empfinden, so haben angesichts der Wirklichkeit das wäre eine relativ hohe Schwelle.

00:15:17: Oder wenn man erst dann darfst du jammern?

00:15:18: Das wäre, wenn nicht sehr produktiv und auch kein ja... Nicht gerade das was wir unter psychischer Resilienz und psychischer Hygiene verstehen.

00:15:25: So, oder?

00:15:26: Nee!

00:15:26: Und ich finde auch also ich mein Jammern hat ja auch schon ne Wertung drin.

00:15:29: Also es heißt, dein Leid ist nicht angemessen.

00:15:35: Stell dich mal nicht so an.

00:15:38: Sei mal ein bisschen.

00:15:39: Was soll denn das?

00:15:40: Und das finde ich komplett falsch.

00:15:45: Wenn da eine Belastung da ist, sollte doch jetzt erst mal nicht der Ratschlag sein... was ist mit dir

00:15:52: los?!

00:15:52: Also ganz ehrlich, das würde man doch hoffentlich in Freundschaften auch nicht machen, wenn jemand sagt irgendwie Oh, irgendwie weiß ich nicht.

00:16:01: Ich wurde verlassen, dass man sagt jetzt ja Maste aber was soll das denn?

00:16:04: Woanders sterben die auch die Leute sondern da wünscht man sich doch auch Empathie und Unterstützung und die Sache ist ja... Die Gefühle sind ja da!

00:16:12: Also ich meine da kannst du jetzt zehnmal drüber schimpfen.

00:16:15: jemand hat halt Angst oder isst halt wütend oder ist halt traurig.

00:16:19: Und ich glaube destruktivste was man machen kann ist dort einfach wegzuschieben.

00:16:24: und dann nehme ich jetzt wieder mal ein bisschen platte Analogie der Paarbeziehung, wenn du sauer bist auf deinen Partner oder deine Partnerin.

00:16:32: Und das Weg drückst!

00:16:33: Na ja, was passiert denn?

00:16:34: dann meckerste, wie abgewaschen wird oder ne?

00:16:38: Dann kommt das so passiv aggressiv an eine andere Stelle raus.

00:16:40: Also da ist es ja trotzdem.

00:16:42: nur es wird nicht konstruktiv bearbeitet.

00:16:45: Das heißt erst mal anzuerkennen ich bin belastet Ich bin überfordert dass ist mir gerade zu viel ist der erste Schritt und du kannst doch trotzdem gleichzeitig ein paar tiefe Menschen haben, die im Krieg sind oder eine schwere Erkrankung haben.

00:17:00: Plus wer ist denn die Person, die überhaupt darüber richtet ab wann es angemessen ist?

00:17:06: Weil's gibt immer irgendwas Schlimmeres.

00:17:08: also das finde ich psychologisch irritierend!

00:17:13: Ja, ich denke auch man sollte den Blick nicht vernachlässigen auf den Kontext und wie es einem geht.

00:17:19: Vielleicht auch wenn man geschichtlich gebildet oder interessiert ist im Rahmen der Geschichte das ganze situieren aber auch in der Gegenwart vergleichs zu anderen Ländern.

00:17:28: wir in Deutschland haben es im Großen und Ganzen noch gut und deswegen können wir gleich ein bisschen darüber reden.

00:17:34: diese permanente Rede von des Land geht vor die Hunde und alles ist fürchterlich.

00:17:37: in dieser Untergangsszenarien dir ja auch die AfD und Co verbreiten Die sind ja sachlich falsch, aber eben auch gar nicht so sehr als sachliche Beschreibung der politischen Wirklichkeit gemeint oder der Gesellschaft.

00:17:50: Sondern vielmehr so als als Angebot und soll es angeboten zu kommt zu uns und wir machen alles anders und wir finden die jetzigen.

00:17:57: also ist glaube ich eher so... Da fragt man sich sowas was machen die da eigentlich?

00:18:03: Und das ist erstmal komisch.

00:18:06: du hast komplett recht.

00:18:06: nochmal springen wir zurück aufs interpersonelle.

00:18:09: wenn man jetzt, wenn jemand Liebeskummer hat und so und dann sagt man dem oder ihr ja andere Mütter haben auch schöne Söhne ist der Spruch oder Töchter und sowas da nicht alles gibt.

00:18:20: So kann man sicherlich mit Freunden umgehen aber nur wenn man sie nicht behalten will ne?

00:18:26: Ja!

00:18:26: Wenn man halt den Plattitünen auch verfällt also wenn man sich damit nicht auseinandersetzen will.

00:18:31: Und ich finde du hast gerade noch mal einen wichtigen Punkt gemacht.

00:18:35: das eine ist ja das Gefühl Und wie gesagt, Gefühle sind erst mal da.

00:18:40: Da kannst du dich auf den Kopf stellen.

00:18:41: Wenn du sauer bist, bist du saur!

00:18:43: Natürlich geht es dann das Verhalten ist nochmal was anderes und der Ungang damit.

00:18:47: aber erstmal ist das Gefühl da und es hat ja auch eine Funktion die wichtig ist zu verstehen.

00:18:53: und das andere ist aber so ne weiß ich nicht sachliche Analyse.

00:18:57: also wenn du zum Beispiel auf einmal glaubst Du bist irgendwie Anne Frank oder in neunsterdreien dreißig.

00:19:05: Ich denke jetzt auch an Corona und den vermeintlichen, also den Judenstern der sich da gerne angeheftet wurde aber nicht nur indem ihr hat man das gesehen.

00:19:14: Also ich fand es zum Beispiel sehr irritierend als nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf einmal Leute dann so zwanziger Jahre Klamotten angezogen haben und dass irgendwie Ja, so komisch gleichgesetzt haben.

00:19:29: Also da finde ich kann man kritisieren und sagen bist du dir sicher dass das irgendwie eine coole Strategie ist?

00:19:37: Ist es nicht irgendwie auch so in der Form von Geschichtsrevisionistisch zumindest in gewissen Tendenzen?

00:19:44: aber wie gesagt das Gefühl Das ist wichtig zeigt uns ja auch was an, also gefühlerne Funktionen.

00:19:52: Trauer ist eine Anpassungsreaktion an ne neue Wirklichkeit.

00:19:56: Wenn wir trauer unterdrücken sind wir deutlich gestresst.

00:19:59: wenn wir traur zulassen werden wir ruhig.

00:20:02: Wut zeigt Grenzverletzung auf das was ungerecht.

00:20:05: da ist jemand gegen meine werte gegangen Ekel zeigt Gefahr.

00:20:10: Also das sind doch total wichtige.

00:20:13: Ja, weiß ich nicht.

00:20:14: Navigationssysteme die wir haben und die da so wegzuwischen?

00:20:19: Ich weiß es mich!

00:20:22: Ich weiß das auch nicht und ich würde auch nicht dazu raten auch ohne jetzt im Vergleich zu dir eben Psychologe zu sein.

00:20:28: Aber da sind wir schon mitten im Thema und auch im Thema Resilienz.

00:20:32: Der Begriff ist hier schon ein zweimal gefallen, der wird doch häufiger fallen heute.

00:20:36: also vielleicht können wir so bisschen begrifflich einsteigen.

00:20:38: was ist denn überhaupt Resilience?

00:20:41: Was verstehst du darunter?

00:20:42: Was besteht Mann oder auch deine Wissenschaft die Psychologie darunter?

00:20:47: Und wie kann man das Ganze fassen?

00:20:49: Also Resilient heißt Menschen sind in der Lage, in schlechten Situationen damit umzugehen.

00:21:01: Das heißt die haben gewisse Tools, Guilds, innere ja weiß ich nicht Zustände, um Mitbelastungen umzugehnen und das finde ich schon mal zwei wichtige Komponenten nämlich es ist... Sorry!

00:21:17: Ich sag' jetzt was erlaubt?

00:21:18: Scheiße!

00:21:20: Also ich würd's auch manchmal wichtig das übrigens zu sagen.

00:21:23: ne man muss das jetzt nicht schön

00:21:24: machen Immer fluchen hier wenn sein muss.

00:21:26: also wir sind auch hier in klartext podcast.

00:21:29: insofern ist es immer raus damit.

00:21:31: Okay, das ist manchmal ist die welt auch scheiße.

00:21:34: Genau manchmal ist es scheiße, ne?

00:21:36: Weiß ich nicht.

00:21:37: wenn du verlassen wirst ist scheiße wenn du da gekündigt bist auch so.

00:21:42: AfD die Wahl.

00:21:47: Weil jetzt wird alles ausdrücken soll und Genau, und das bedeutet Resilienz brauchen wir wenn es nicht gut ist.

00:21:57: Und dementsprechend ist es natürlich eine wichtige Kompetenz aber nicht die Allheillösung weil wir wollen ja eigentlich dass es gut ist.

00:22:08: also das heißt das beste Mittel schreibe ich auch im Buch er is ne bessere Welt.

00:22:14: also wir brauchen bessere Umstände wir brauchen politische Kultur, kommen wir bestimmt auch noch mal später genauer drauf.

00:22:22: Dass wir nicht ständig resilient sein müssen.

00:22:25: Was Resilienz ist?

00:22:27: Da gibt es unterschiedlichste Facetten die da so reingepackt werden also sowas wie das Gefühl Kontrolle zu haben handlungsfähig zu sein Hoffnung Zukunftsorientierung soziale Verbundenheit und dann kann so ganz viel runterfallen.

00:22:46: Und das ist aber auch schon, finde ich so ein... Teilweise ja auch schon bisschen wie eine Superkraft verkauft.

00:22:52: Wir sind jetzt alle resilient und dann geht es schon.

00:22:55: Dann kommt man da irgendwie durch und na wunderbar!

00:23:00: Wie genau das aber definiert wird, ist extrem unterschiedlich.

00:23:04: Es gibt die psychologische Resilienz.

00:23:06: Dann gibt's hier Resiliens von, weiß ich nicht, Informationssystemen.

00:23:10: Ist dein Computer sicher?

00:23:12: Kennst du dich mit Gefahren daraus?

00:23:15: Organisationsresilienz, was sind da gebaut und so.

00:23:20: Und ich arbeite aber gar nicht mit dem Resilientbegriff, sondern mit dem Coherenzkonzept.

00:23:30: Jetzt muss ich kurz mal etwas trinken

00:23:33: weil

00:23:33: man muss ja auf sich achten und so...

00:23:38: und während du trinkst kann ich sagen das ist eine vorragende.

00:23:40: schon eigentlich anmoderationen von der nächsten frage es hätten wir eine telepathische verbindung denn tatsächlich im coerrenz ich habe sie auch stehen.

00:23:48: das ist ein ganz wichtiger begriff in der Salutogenese von Antonowski.

00:23:53: Und das klingt vielleicht komplizierter als es ist, beziehungsweise eine sehr populäre Theorien-populäres Modell, dass eine große Rolle spielt im Kontext.

00:24:02: Vielleicht kannst du da so ein bisschen auch einführend was sagen?

00:24:05: Was ist Salutogenease

00:24:07: bzw.,

00:24:07: was heißt Coherenz in diesem Kontext?

00:24:10: Also genau, Antonowski war ein Medizinsoziologe der sich viel und früh mit gesellschaftlichen Fragen auch auseinandergesetzt hat.

00:24:26: Also ich finde, er war da sehr progressiv selber auch... also ist in den USA aufgewachsen einwanderer Kind jüdisch und hat glaube ich einfach auch wahrscheinlich selber biografisch früh gesehen dass psychologische oder gesundheitsthemen nie nur individuell sind, sondern immer gesellschaftliche Komponenten haben.

00:24:51: Und so Medizin würde ich sagen auch oft.

00:24:56: Psychotherapie guckt ja oft darauf was macht uns krank und wie können wir damit umgehen wenn du einen Schnupfen hast?

00:25:04: Krebs Depression?

00:25:06: Die Salotogenese die dreht das um sie guckt dass erhält uns eigentlich gesund?

00:25:11: Was sind eigentlich die Faktoren dass es uns gut geht.

00:25:14: Und wenn man sich die Definition von Gesundheit anschaut, zum Beispiel von der WHO ist Gesundheit nicht nur die Abwesenheit von Krankheit sondern genau das es uns Gut geht, dass wir stabil sind, dass wer an der Gesellschaft teilhaben können.

00:25:27: also das ist eigentlich ein viel größeres Konzept und ich bin ja keine Klinische Psychologin.

00:25:33: Ich bin Sozialpsychologin hat zwar schon gesagt aber auch Notfallpsychologe bedeutet Man kann mich rufen wenn Scheiße ist Ich bin schon wieder bei meinem fraglich fundierten Einschätzung.

00:25:45: Also Terroratschlag, Diskriminierung all solche Sachen dafür bin ich ausgebildet also nicht um Menschen zu heilen sondern damit umzugehen wenn was ganz Schlimmes passiert damit sie eben nicht krank werden.

00:26:00: so genau und das ist auch die Idee der Salotogenese Menschen gesund zu erhalten.

00:26:05: Und Antonowski hat dann eine Studie durchgeführt, ne größere.

00:26:12: Ich bin immer so schlecht mit Jahreszahlen in den Siebzigern und hat sich was ich wirklich spannend finde das er damals nicht mit diesem Thema beschäftigt hat – mit kulturellen Unterschieden im Umgang mit der Menopause bei Frauen beschäftigt.

00:26:31: Das war seine Forschungsfrage!

00:26:35: Dass ein Mann sich dafür interessiert, haben wir heute nicht so oft.

00:26:41: Genau und dann hat er dieses Studie durchgeführt, hat sich angeguckt was sind denn da eigentlich relevante Faktoren?

00:26:47: Und in der Studie waren relativ viele Frauen die die Shoah den Holocaust überlebt hatten.

00:26:56: Die hatte sich dann nochmal genauer angeschaut und der erste Befund war wenig überraschend.

00:27:02: Den ging es psychisch schlechter im Mittelwert als Frauen, die nicht betroffen waren von der Shoah.

00:27:13: Und hat dann aber festgestellt, dass es einen überraschend hohen Prozentsatz von Frauen gab, die die Shoah mental stabil überstanden hatten.

00:27:24: So was man ja erstmal intuitiv nicht denken würde das wenn jemand etwas so Schreckliches erlebt, dass er da das bewältigen kann sondern du würdest ja erst mal denken so ein Mensch immer traumatisiert ist.

00:27:39: Und das war eben nicht das Ergebnis.

00:27:41: und das hat Ihnen zu der Frage gebracht, wie?

00:27:44: Was waren denn da die Faktoren?

00:27:47: Das ist Kohärenz!

00:27:49: Im Endeffekt waren es drei Faktore, die dazu geführt haben und dass sie einmal verstehen, also einordnen zu können – und zwar nicht nur das Außen sondern auch das Innen.

00:28:01: Also einzuordnen warum der Nationalsozialismus.

00:28:06: Warum gibt es Antisemitismus?

00:28:09: Aber auch was macht das mit mir, wie wirkt sich das gerade auf mich aus?

00:28:12: Welche Reaktion kann ich an mir

00:28:16: sehen?".

00:28:17: Dann handeln bewältigen.

00:28:19: also was kann ich tun?

00:28:20: Wie kann ich damit umgehen?

00:28:21: Welchen Möglichkeiten habe ich individuell, kollektiv?

00:28:26: Das Gefühl eben keine Ohnmacht zu haben, keinen Kontrollverlust sondern auch im schlimmsten die Handlungsoptionen zu identifizieren und dann Etwas, was häufig unterschätzt wird.

00:28:38: Nämlich Sinn!

00:28:39: Warum ist das wichtig?

00:28:40: Warum muss ich durch diese Zeit kommen?

00:28:43: Was treibt mich an?

00:28:45: und dass es auch etwas, was andere Holocaust-Überlebende berichten, dass dieser Sinn ganz, ganz wichtig war also... Also für wen möchte ich eigentlich weiterleben und mich durchkämpfen?

00:29:01: und alles genau und das war die Grundlage vom Coherenz-Konzept.

00:29:07: Und dann wurde das wirklich groß erforscht in allen möglichen Krisen, Kriegen also von Gesundheit wie gesagt der Krebserkrankung über Kriege Genozide Also alles was es am schlechten in der Welt gibt und konnte eigentlich immer wieder gezeigt werden dass das ganz wichtige Faktoren sind Die Coherenzen die wir vorher haben dass die sich darauf auswirkt.

00:29:36: Also ich denke gerade zum Beispiel an eine Studie nach Fukushima, da wurde geschaut in die fähren ältere Menschen oder wie die mit eben auch dem Verlust von Wohnraum umgegangen sind.

00:29:49: Das ist ja auch grade.

00:29:51: dann wenn du vielleicht nicht mehr so flexibel bist noch mal ne ganz andere Belastung und auch da war es so.

00:29:56: das Kohärenzgefühl das vorher da war gezeigt hat wie gut sie damit umgehen konnten.

00:30:04: Und auch hier ist natürlich der Punkt.

00:30:06: Es ist kein Zaubermittel, wir wollen natürlich dass es nicht zu einem Nuklearunglück kommt oder zu einem Krieg aber wenn sowas Schlimmes passiert dann ist das ein ganz wichtiger Faktor und ich finde dass deswegen ein total wichtiges Konzept für die Gegenwart weil es eben aus schlimmen Bedingungen abgeleitet ist.

00:30:34: durch diese drei Säulen glaube ich auch oft weniger diffus als resilient und umsetzbar, wenn man es einmal versteht.

00:30:42: Also am Anfang gucken viele Leute... also ich mach das ja auch in einem Workshop immer erst mal irritiert was Bildern die Lamberti jetzt.

00:30:48: aber wenn man das einmal mit Leben füllt dann wird das oft intuitiv verständlich und da kann man das wirklich auf viele viele Bereiche anwenden als so einen Strukturrahmen.

00:31:01: Das geht erst mal für die Einführung.

00:31:02: und ich finde an dem Salutogenese-Konzept auch interessant, dass es eben aktiv ist.

00:31:07: Dass es eben proaktiv ist während auch Resilienz in Klammern – ich werde's heute noch hier unterbenutzen – Resilience eher so was Passives ist oder man kann das so ertragen.

00:31:18: Dinge kommen aktiv auf einen ein und man hat eine abwährende, reaktive Kompetenz, die auch wichtig ist.

00:31:26: Aber das Interessante bei dem Salatogenese Konzept Gesundheit aktiv zu erhalten, einen Sinn zu sehen sich selbst als selbstwirksam zu erleben und als Mensch der auch angesichts von Widerigkeiten und schlechten Umständen versucht das Beste daraus zu machen.

00:31:44: So auf jeden Fall.

00:31:46: Genau!

00:31:47: Und ich finde es kann ja halt auch so ein strategischen Rahmen geben.

00:31:52: also... Ich bin ja viel im Austausch auch mit Initiativenvereinen, die jetzt nicht nur in den Großstädten sondern also mein Herz hängt halt immer an Aktivistinnen oder engagierten aus der Peripherie.

00:32:10: Weil es wirkt ist beeindruckend finde wie mutig Menschen sind, wie mit wie viel Herzblut die obwohl sie keine Ressourcen haben oder keine Instagram-Baccounts wo Sie dann nehmt mit irgendeinem Take mit riesen Reichweite haben sondern einfach aus so einem würde ich sagen Werte orientierten und mit viel Herz Blut ganz viel machen.

00:32:35: Und ich rede ja auch viel mit den und generell schaue ich mir natürlich auch durch meine Arbeit an, was sind so Strategien.

00:32:43: Und ich finde dieses Kohrenzkonzept bietet einem auch einen strategischen Rahmen nochmal den eigenen Aktivismus das eigene Engagement oder die Arbeit zu reflektieren weil was wir ja sehen ist, finde ich oft auch eine starke Reaktivität.

00:33:01: also auch für einzelne Personen gilt es.

00:33:03: Also irgendeinen Nazi-Post wird irgendwas auf Social Media, muss ja jetzt noch nicht mal ein großer Account sein.

00:33:11: Kann ja irgendein Anony-Bertroll-Account sein?

00:33:14: Was weiß ich mit sieben Followern und dann stürzen sich da alle drauf und haben so ... Das kann man natürlich tun aber wenn du mal zusammenrechnen würdest wie viel Zeit und Energie insgesamt für sowas drauf geht und was man dir eigentlich nutzen könnte Und ich glaube, dass das manchmal auch so gesellschaftliche Auseinandersetzung oder Engagement simuliert.

00:33:42: Ich glaube auch, dass man das selber merkt und sich da mal hinzusetzen.

00:33:45: So sagen verstehe ich eigentlich warum es gerade ist wie es ist?

00:33:49: Verstehe ich, warum die AfD so stark ist.

00:33:54: Versteh' ich, wieso wir grade so eine autoritäre Wende haben was seit Corona passiert?

00:33:59: Das kann ich das einordnen!

00:34:00: Kann ich ja auch einordne, was das mit mir macht warum ich gerade mich fühle, wie ich mich fühl.

00:34:07: Dann zu überlegen was kann ich eigentlich tun?

00:34:11: So was sind zum Beispiel Kompetenzen die ich überhaupt mitbringe?

00:34:15: Was sind Kapazitäten die ich habe?

00:34:19: Was gibt es denn was sinnvoll ist und was nicht?

00:34:21: so eine Reflexion und dann wirklich strategischer an dieses Thema zu gehen unnatürlich die Sintfrage zu stellen, halte ich für total wichtig.

00:34:33: Und eben nicht nur dieses Impulsive was dann wie gesagt so... Ich bin gerade ein bisschen Social Media-Bashing aber mich nervt das natürlich nicht öfter.

00:34:43: Genau und es heißt jetzt nicht dass alles auf Social Media schlecht ist und darüber kann man auch wichtige Impulse setzen.

00:34:49: Aber genau, dass man wirklich mal guckt, was funktioniert?

00:34:54: Was hat in der Vergangenheit auch funktioniert?

00:34:57: kann man glaube ich über dieses Konzept total gut rahmen.

00:35:01: Ja, ich fühle mich gerade ein bisschen erwischt mit dem was du so sagst.

00:35:05: Oh

00:35:05: nein!

00:35:06: Na alles gut.

00:35:07: aber ja ich spring manchmal auch über Stöckchen über dich eigentlich denn vielleicht nicht springen müsste oder so.

00:35:13: und ich probiere auch daraus zu lernen dass sich jetzt nicht auf jedem sieben Follower Account irgendwie einsteigen musste was böse postet oder mich beleidigt oder so oder auch tatsächlich jetzt ganz viel wenn ich mich äußere zur AfD, zur Sachsen-Anhalt und so je nach Plattform also auf Threads.

00:35:29: zum Beispiel schränke ich das dann auch ein.

00:35:31: Nein, so eine Frühe hätte ich dann gesagt.

00:35:32: So hey du feigling poste doch öffentlich für alle und so.

00:35:36: Und auch mittlerweile kriegten aus so viel einfach füchterliche Leute die fücherliche Sachen drunterschreiben sonst eben AfDler rechtsradikale und Trolle und Spinner dass sich denn einfach kein Lust drauf haben.

00:35:49: Dann sag' ich euch schränke das allen nur für Follower und das heißt wenn die Leute mir wirklich auf den Sack gehen wollen, dann müssen wir jetzt mal rein folgen um das drunter zu schreiben.

00:35:57: Das machen weit weniger Leute.

00:36:01: Und tatsächlich, ich finde das Social Media.

00:36:04: Ich bin ein großer Fan und so und verbringe da auch sehr viel Zeit.

00:36:06: aber das recht auch ganz viele Reaktiv nicht nur auf Posts anderer, aber oft auf Nachrichtenlage, auf Weltlage und so.

00:36:14: Das ist ja auch mir ganz spannend wie wir in sozialen Medien zueinander sind.

00:36:19: und jetzt eine Frage die erst vielleicht auf Topik wirkt.

00:36:24: Aber liebe Pia hast du noch alle Weisheitszähne?

00:36:28: Nein!

00:36:29: Hab ich nicht.

00:36:31: Siehst du, ich nehme mich auch nicht.

00:36:34: und was hat das mit Social Media zu tun?

00:36:37: Tatsächlich hatte ich eine Weile immer wieder Probleme mit den Weißwertszellen.

00:36:42: Zwei ganz besonders kennen viele wahrscheinlich die zu hören.

00:36:45: Diese stehen irgendwie komisch und einige wenige von uns können ihre glaube ich lebenslang behalten manchmal sogar alle aber die allermeisten oder viele ich kenn jetzt keine Statistik.

00:36:53: Die haben irgendwann Weißweltsamtprobleme und kriegen dann irgendwie auch nur eine OP.

00:36:56: Aber tatsächlich gab es bei mir so eine Anekdote, wo ich auf Twitter irgendwie auch damals noch auf Twitter vor ein paar Jahren irgendwie so nennen.

00:37:05: Auch jemanden angepampt habe und so und ich war füchterlich drauf und so.

00:37:09: Und ja letzten Endes hab' ich mich dann mit dem gestritten... ...und dann hat der auch immer in der Kommentarsport gesagt das ist hier voll doof dass du jetzt so frech und so unangenehm zu mir bist.

00:37:19: Eigentlich bin ich auch dein Leser eigentlich.

00:37:20: Habe ich den Buch voll gerne gelesen.

00:37:22: Ich wusste nicht wer das is und dann habe ich erstmal so ein bisschen reflektiert.

00:37:27: Peinlich etabt gefühlt zu erst mal warum bist du überhaupt so anderen Leuten blöd und dann auch zu leuten die dich eigentlich mögen?

00:37:32: oder sie müssen eine bücher mögen aber den auton ja nicht mehr.

00:37:35: Also bin ich da so ein bisschen reflektiert gekommen und es stellte sich heraus, das war genau in diesen Tagen wo ich einfach Zahnschmerzen hatte.

00:37:42: Ich hatte immer mal wieder eine Weißheitszahnentzündung die dann tagelang auch anhielt bevor ich mich über meine Apfine rausnehmen lassen.

00:37:51: und das waren sehr unangenehme Tage und ich saß dann zu Hause schmerzmittel fressend und habe im Internet rumgehangen mit der wörtlich dicken Backe ungefähr Dann habe ich mich auch tatsächlich bei dem Kollegen entschuldigt und reflektiert gesagt, hey es tut mir vor Leid so dass die Auseinandersetzung so eskaliert ist.

00:38:13: Mein lieber Ich hab Zahnschmerzen.

00:38:15: daran liegt das, dass sich so wenig Geduld hat und so fies zu meinen Mitmenschen bin.

00:38:21: Ja, das hat sich dann letzten Endes in dem Fall ist ja auch selten so.

00:38:24: Dass ich etwas in einer Entschuldigung in Wohl gefallen und dir gesagt sorry mein Entschuligen wurde auch angenommen dass ich das so auflöst.

00:38:31: aber da sieht man mal wieder wie wir Menschen so psychisch verfasst sind oder auch physisch in dem fall.

00:38:36: natürlich hängt ihr ganz eng zusammen und eine Anekdote oder einen punkt aus deinem buch fand ich auch ganz spannend nämlich es gibt an heißen tagen mehr has postings im internet.

00:38:47: kannst du das ein bisschen elaborieren was denn da los?

00:38:50: Also genau das war eine Studie, die sich das angeguckt hat und gezeigt hat.

00:38:58: Du hast es für mich sehr schön beschrieben dass einfach ja physikalische körperliche Faktoren sich auf uns auswirken und ich glaube das kennen viele Menschen wie jeder Mensch der regelmäßig U-Bahn fahren muss.

00:39:13: im Sommer ist voll.

00:39:16: Vielleicht riechen nicht alle Menschen so ganz angenehm.

00:39:20: Ich bin klein, ich bin aber auf Axelhöhe und kriege das sehr schnell

00:39:23: mit.".

00:39:25: Und dass man dann so genervt wird und sich denkt, oh, ich will raus bis wollt ihr nannahne?

00:39:31: Also, dass wir eine kürzere Zündschnur haben.

00:39:34: Genau!

00:39:34: Das zeigt sich auch im Internet natürlich.

00:39:37: Dass man dann halt irgendwie seinen Frust... rauslässt und dass das gar nicht nur objektive Kritik ist, sondern wie wir drauf sind.

00:39:49: Und es geht übrigens auch andersrum.

00:39:53: Es war ja vor kurzem die Sonnenfinsternis und wenn so was ist dann fange ich halt immer an Studien zu lesen – das ist meine Bewältigung-Strategie!

00:40:03: Ich habe mich in die Psychologie der Sonnenfünste gelesen Herz erwärmen.

00:40:10: Das hat richtig Spaß gemacht, weil in der Sonnenfinsternis führt zum Ehrfurchtseffekt bei Menschen.

00:40:24: Man hält so inne und das ist tatsächlich auch umso stärker, je stärker die Sonnen-Finsterniss ist also eine komplette versus nicht.

00:40:33: Und auch wenn wir die gemeinschaftlich schauen... Also auch da merkst du signifikante Unterschiede dieser ehrfurchte stärker kollektiv als alleine.

00:40:42: Und daher gab es Studien, dass Menschen die die Sonnenfinsternis gesehen haben eine freundlichere Sprache online verwenden das die wärmer und zugewandt zueinander sind und dieses Gefühl von eher furchtsig auf positiv übrigens auf Haltung zur Wissenschaft auswirkt.

00:41:02: also dass man stärkeren Respekt hat Ich glaube, weil man mit der Faktizität der Welt konfrontiert wird oder das Universum.

00:41:12: Und das Schöne vor allem ist dass dieses Gefühl anscheinend laut Studien sechs Monate anhält.

00:41:19: Wow!

00:41:20: Sechs Monate?

00:41:21: Das jetzt sechs Monate des Innern ist so und genau.

00:41:26: also das ist im Endeffekt ja quasi der umgekehrte Effekt den man zeigen kann.

00:41:30: und ich habe zum Beispiel für mich so Regeln festgelegt, was Social Media bedeutet.

00:41:36: Dass wenn ich in irgendeine Richtung stark emotional bin, poste ich nix.

00:41:41: Also wenn ich wütend bin, genervt bin aber auch wenn ich super glücklich bin.

00:41:47: So vielleicht kennen das ja auch einige man ist irgendwie total euphorisch wie wir die Welt umarmen und dann teilt man auf irgendwas und denkt sich danach ja war jetzt nicht so cool oder dein

00:42:01: Beispiel?

00:42:02: Ich kenne das gar nicht, Pierre.

00:42:03: Also ich teile immer nur wohl überlegt im perfekten Gleichgewicht meiner Seelenruhe und in ihrem Seelenfrieden.

00:42:10: also dass ich emotional impulsiv irgendwas in die Welt schreibe oder reagiere... Das ist mir fremd!

00:42:17: Das ist super, dass das so ist aber es gibt auch

00:42:22: einen gewöhnlich Hörbare Ironie.

00:42:24: Ja genau, ich bin genau...

00:42:27: Ich guck

00:42:28: mit Ironie aber das hab' ich verstanden.

00:42:29: Nein, ich weiß.

00:42:30: Man muss manchmal sowas dazusagen weil wir hatten auch schon ironische Stellen hier im Podcast und manche folgen wo dann Leute ab dem Punkt habe ich aufgehört zuzuhören also ob's ausgemacht und so und dann auch dazu mentmal Das war ein erkennbarer Scherz aber offenbar vielleicht doch nicht für alle erkennba.

00:42:44: Daher auch da wenn man keine Gesichter sieht und nur zuhört vielleicht macht es manchmal Sinn das dazu zu sagen Ja, genau.

00:42:50: Also man sollte aufpassen mit den eigenen Emotionen und wenn man ja Ausschläge hat nach unten oben seitwärts was auch immer dann sollte man vielleicht mal durchatmen oder?

00:43:02: Genau das ist zumindest eine meiner Regeln im Umgang.

00:43:07: Dann genauso aber auch... Da kannst du wahrscheinlich noch ein bisschen etwas zur Spieltheorie sagen und das unterfüttern erstmal positiv Dinge einordnen oder verzeihlich quasi, also nicht T-Tot hat als Ansatz zu haben.

00:43:28: Das heißt erst mal davon auszugehen... Also ich rede jetzt nicht davon wenn irgendwie Höcke was kommentiert.

00:43:35: Sondern wir reden jetzt von du hast irgendwie... Irgendwann ja sagt etwas ein bisschen pumpig Ich hab halt nie mich im Internet groß gestritten, habe ich keinen Bock drauf.

00:43:45: Halt dich für destruktiv so und hab aber schon ja auch öfter mal also neben Hass vielleicht der auch jemanden einfach gerade selber frustriert ist um genervt und dann sich einen Ton vergreift und da bin ich freundlich.

00:44:00: So erstmal und das finde ich funktioniert oft auch gut.

00:44:05: und wenn also irgendwann habe ich dann doch kein Bock mehr Meistens sage ich da nix, aber das ist halt dann nicht beschimpft.

00:44:14: für das finde ich auch total wichtig.

00:44:16: Und was hatte ich gerade noch?

00:44:17: Das habe ich jetzt aber wieder vergessen.

00:44:19: Kommt vielleicht später!

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00:45:41: Werbung Ende.

00:45:47: Ja, so radikale Freutigkeit das finde ich auch beneidenswert.

00:45:50: wenn Leute das können also wenn wenn du zum Beispiel oder anders eben nicht dass wir uns falsch verstehen Ich gehe dann auch nicht auf die Beleidigungsschiene und hau mir denn auch mit Leuten nicht.

00:45:58: Also lasst man es ein bisschen durchatmen sodass sich mich im Griff habe.

00:46:02: Das hab' ich auch über die Jahre gelernt Auf jeden Fall.

00:46:05: aber mir fällt's nicht immer einfach wenn jemand mich angeht grob angeht unverschämt angeht Dann durchzuatmen Und möglichst sachlich fair oder irgendwie okay zu reagieren, falls ich denn möchte.

00:46:16: das ist nicht immer einfach und auch gesellschaftlich.

00:46:21: Also es geht nicht nur mir so, auch gestschaftlich ist das nicht immer einfacher.

00:46:24: Ich habe mal eine Stelle aus deinem Buch dabei der schreibst du unter anderem Zitat für eine resiliente Gesellschaft.

00:46:31: Es ist wichtig dass Menschen einen guten Umgang mit ihren eigenen Emotionen lernen.

00:46:36: Impulsive Wut auf Social Media löst keine Probleme sie verschärft Sie.

00:46:40: Unterdrückte Ängste sind Einfallstore für Manipulation.

00:46:45: Stattdessen kann ein konstruktiver Umgang mit dem eigenen Innenleben dabei helfen, gesellschaftlichen Wandel

00:46:51: anzustoßen.".

00:46:55: Und wir sind schon mittendrin.

00:46:56: aber dann nochmal ganz klar die Anschlussfrage an dich.

00:47:00: Wie geht denn dieser konstruktive Umgang im eigenen Innen Leben?

00:47:03: Vielleicht so als Tipp für mich und alle, die jetzt hier zuhören ist angesprochen fühlen.

00:47:09: Also ich glaube erst mal ist das ja wichtig, vielleicht Emotionen zu verstehen.

00:47:18: Das hat ich gerade auch schon kurz gesagt.

00:47:21: Was ist eigentlich quasi die kommunikative Ebene dahinter?

00:47:26: Es heißt kommunikatives Ebene.

00:47:27: Ist ja jetzt kein Objekt, dass wird uns reden oder keine Sache... Nein, Subjekt war das Wort!

00:47:33: ...wird uns redet aber sie haben eine Funktion.

00:47:38: Also wie gesagt, eine Wut die du empfindest, empfindest du weil deine Grenze überschritten wurde.

00:47:47: So oder wie gesagt die Trauer ist weil du was verloren hast und das kann man halt so wegdrücken die ganze Zeit oder erstmal annehmen dass es da ist dieser Emotion auseinandersetzen.

00:48:06: Zu gucken, wo kommt die her?

00:48:09: Die zuzulassen und das bedeutet ja noch nicht dass das eine Handlungsebene haben muss.

00:48:15: also wütend so sein zu schreien, zu trampeln irgendwie weiß ich nicht.

00:48:21: sich zu schütteln was auch immer bedeutet ja doch nicht dass jemand anders anschreien muss.

00:48:25: aber dann da damit umzugehen und das kann man halt auch lernen Das ist auch zum Beispiel was, also ich bin ja mittlerweile hauptberuflich selbstständig.

00:48:40: Mach Bücher, Workshops aber auch psychologische Beratungen und auch eine Empfehlung die es oft gebe das zum Beispiel jetzt bei ziemlich paar Familie oder auch einzelne Personen dass man vielleicht mal morgens so ein Gefühl-Check in etabliert um für sich zu lernen wie geht's mir eigentlich gerade?

00:49:01: Und aber auch zu lernen, wie geht es der anderen Person?

00:49:04: Wenn du weißt dass dein Partner deinen Partnerin deine Kinder gerade keine Energie haben gestresst sind, genervt sind oder was weiß ich.

00:49:13: Kannst du ja ganz anders mit denen umgehen als wenn du das nicht weißt so und eigentlich ist ja dein Beispiel von vorhin mit den Zahnschmerzen die ist das ja erst im Nachgang aufgefallen.

00:49:24: Ja und das heißt Also ich bin dir jetzt keinen schlechten Umgang mit deinem Gefühl, das kann ich auch gar nicht.

00:49:31: Aber sowas wäre zum Beispiel eine Möglichkeit sich morgens zu fragen wie geht es mir eigentlich gerade?

00:49:37: Und wenn du dann schon merkst du bist gereizt zur Überlegung euer Po vielleicht lass dich denn das Internet mal zu und machen wie was nett ist also da... Das ist auch etwas wie gesagt nach belastenden Erfahrungen.

00:49:49: Ich habe beispielsweise Begleite auch Menschen, wie wenn sich nicht Nam-CSD entschlagt oder rassistischen Erfahrungen.

00:49:57: Oder generellen Krisen die durch äußere Umstände entstehen.

00:50:02: und auch das Workbook ist da aufgebaut dass dann gefühlscheckt drin ist weil das ja auch eine Form der Selbstbeobachtung ist dass du frühzeitig reagieren kannst Weil wir das oft nicht merken, weil es so schleichend ist.

00:50:16: Dann geht's dir schlecht und dann gehts dir noch schlechter.

00:50:18: Und das ist, weil das so Schritt für Schritt ist, merkst du vielleicht erst wenn es richtig blöde ist?

00:50:23: Also alleine diese bewusste Reflexion ist glaube ich ein wichtiger Punkt zu wissen was Gefühle sagen und welche Funktionen die auch haben und nicht irgendwie negative also vermeintlich negative Gefühler einfach wegzudrücken.

00:50:38: Das ist auch etwas, was ich echt gesagt sehr schwierig finde.

00:50:41: an So teilen ... weiß ich nicht, der Coaching-Szene.

00:50:46: Wo ja genau das?

00:50:47: oder dieser Toxic Positivity, ne?

00:50:50: Wie...

00:50:51: Alles

00:50:52: ist toll!

00:50:52: Alles is toll!

00:50:53: Happy Girls are the prettiest!

00:50:55: Was weiß ich, was es da alles so ansprüchen gibt.

00:51:00: Das ist ja im Endeffekt eine ... Also eine Ablehnung von einem ganz elementaren Teil unseres Innenlebens.

00:51:11: Man darf dann nicht traurig oder wütend sein und diese Gefühle haben, man wird auch nicht darin unterstützt damit umzugehen.

00:51:21: Und das finde ich schon schwierig.

00:51:23: Ein Sekunde, ein kurzes Husten?

00:51:27: Und einfach kurz trinken oder sage ich was weiter und laufe dich weiter zu.

00:51:31: Gerne gerne dafür bist du hier!

00:51:35: Das ist auch das Geile an meinem Job, ich darf die ganze Zeit über meine Spezialinteressen reden.

00:51:45: Ich glaube dass wir schon in der Gesellschaft ein Problem haben negative Gefühle zu akzeptieren und zwar vor allem Wut!

00:51:52: Und jetzt wird es nämlich wieder gesellschaftlich... Das auch immer sehe ich an Debatten über AfD-Wählerinnen, Verschwörungsideologien und so.

00:52:03: Weil da wird immer aber Angst geredet.

00:52:05: Die haben Angst vor Geflüchteten.

00:52:08: deswegen ist das oder Angst vor was bei sich Veränderungen usw.

00:52:13: Und letztendlich ist ja also wenn man Angst hat geht man ja nicht automatisch in Hass über.

00:52:23: Also wenn du abends durch die Straßen rennst und das irgendwie mulmiges Gefühl hast, dann ist das ja.

00:52:30: Also dann ist ja deine Reaktion meistens nicht Angriff, sondern eher so ein bisschen eine Einfriege.

00:52:35: Aber wenn du wütend bist, dann hast du Gewalt.

00:52:39: Und ich hab das Gefühl dass das gesellschaftlich ganz oft weg erklärt wird weil die Wut der anderen so ne Ohnmacht auslöst.

00:52:48: und dann sagt man lieber na die sind alle so ein bißchen ängstlich weil da kann man da irgendwie selber besser mit umgehen.

00:52:54: aber ob das die Realität ist... zweitrangig.

00:52:58: Aber es gibt Hass, Leute hassen und damit müssen wir arbeiten.

00:53:02: das ist nicht cool aber da

00:53:05: absolut.

00:53:06: Und das merkt man ja auch in so Begriffen wie Homophobie oder sowas, wo dann ja auch die Phobia drin ist.

00:53:12: und die Angst und die Menschen, die man als homophobe erlebt oder als grenzüberschreitend beleidigend im Internet zum Beispiel kommentaren queerfeindliche Kommentare, die wirken halt gar nicht ängstlich!

00:53:25: Die wirken einfach sehr wütend und sehr fürchterlich und sehr menschenfeindlich und sie wirken vieles eher cholerisch als eben jetzt mit traurig und ängsterlich und so.

00:53:35: Und die haben keine Angst vor anderen Lebensmodellen, sondern sie sind wütend, dass ihr Lebensmodell nicht das Alleinherrschende ist zum Beispiel?

00:53:46: Ja oder die haben halt das Gefühl, die haben einen Anspruch auf Dinge und jetzt wird ihnen das weggenommen genau und finden es dann halt kacke.

00:53:56: Also wie gesagt Wut ist eine Reaktion auf Erlebte nicht objektive Ungerechtigkeit.

00:54:03: Wenn du halt denkst, du hast jetzt irgendwie alles verdient und jetzt kommen... also das ist jetzt nicht meine Aussage.

00:54:09: Komm jetzt die bösen Geflüchteten und nehmen dir alles weg!

00:54:13: Also dann ist das nicht das Bredrohungs-Szenario sondern dann ist es ein Wut-Scenario.

00:54:19: Und da gibt's ja auch beim Verschwörungsclaube durchaus Studien, die zeigen dass schon der Verschwörungsclauben eine gewisse Verstärkung haben kann von Ängsten, weil das ja eine bedrohliche Welt ist.

00:54:36: Aber was im Endeffekt zu Gewalt fühlt wird überm Wut vermittelt.

00:54:41: Also wenn du dir jetzt irgendwie weiss ich nicht... Heuerswerder oder andere rassistische Übergriffe anschaust, da hast du ja jetzt nicht das Gefühl, da sind doch mal die Arme aber alle so Angst und ich muss die in meinen Armen nehmen Flüchtlingsunterkünfte anzuzünden.

00:54:59: Also und ja, aber das macht beim Menschen nur Ohnmacht und deswegen wird sich dort irgendwie auch schön geredet.

00:55:06: wo wir wieder bei dem Ausgang sind der Risikobewertung

00:55:11: Ja Und diese richtig zu vollziehen ist wichtig.

00:55:15: Ich musste gerade auch an Trump denken, zum Beispiel in die ganze Magerbewegung und dergleichen, also die ja auch von Verschwörungserziehungen lebt und AfD ebenso in Deutschland... Also da sind dann letzten Endes, ich nenne es ein Weltbild des Getäuschtwerdens in meinem Buch Weite Verschwörung aber das ist ja nicht so dass sie dann verunsichert sind weil sie getäuscht werden.

00:55:35: vielleicht im ersten Schritt Aber dann anschließend sind Sie aus sehr schnell destruktiv wütend auf Sündenburg Böck suche und dergleichen.

00:55:43: Und wagen wir jetzt ein bisschen mehr den Schritt ins gesellschaftliche noch mehr, auf was Nachrichten uns so angeht?

00:55:49: Ich habe auch eine persönliche Anekdote, passt aus super zu Sonnenfinsternis.

00:55:53: vorhin, nämlich ich war bei der Sonnen Finsternes am Bodensee, das war fürchterlich schön Ja, eigentlich eine Auszeit und ich hab tatsächlich da gemeinsam mit meiner Frau auch wenig Nachrichten konsumiert.

00:56:07: Also die Sonnenfinsternis war einer der ganz wenigen Momente in dieser Woche wo ich mal auf das Nachrichtenfernsehen eingeschaltet habe.

00:56:15: Auch dass wir wieder bei Emotionen weil wir keine Brillen hatten.

00:56:18: Wir hatten keine Sonnenfinsternes... Ja, also da sind wir wieder bei Ärger und Wut.

00:56:24: Da war ich kurz wieder dabei.

00:56:24: Nein, warum haben wir keine?

00:56:26: Und zwar irgendwie sauer!

00:56:27: Aber damit probiert das Ganze möglichst produktiv zu... Also um vier Millionen Menschen hatten keine Brille, liebe Pierre.

00:56:31: Das hat man auch im Fernsehen sehen dürfen.

00:56:34: Dass allerlei Leute genauso schlecht planen wie ich oder wir.

00:56:38: Auf jeden Fall konnte man dann im Fernsehen die Sonnenfin zu sehen, aber wir haben sie dann auch um das Ganze ein bisschen aufzulösen werden.

00:56:44: doch an der schöne Zeit.

00:56:45: Ich glaube da soll man auch nicht machen.

00:56:46: Wir haben die dann so ein bisschen auch Verstohlen angeguckt.

00:56:50: also macht es bitte nichts in die Sonne gucken Aber so fotografiert mit dem Handy.

00:56:54: Man konnte es wirklich auf dem Handy sehen überraschenderweise und da habe ich irgendwo gelesen dass kann das Handy kaputtmachen.

00:57:01: Long story short!

00:57:01: Ich wollte sagen wir haben da so ein bißchen Nachrichtenfernsehen angeschaut um auch zu gucken wie andere Leute eben Europa das so erleben.

00:57:08: Und faktisch hat diese Nachrichtenvermeidung, wie es ja auch heißt, News Avoidance.

00:57:15: Die hatten wir gut getan!

00:57:16: Die hat mir richtig gut getan, weil ich nämlich normalerweise einen mensch bin und auch beruflich ein Mensch bin der informiert ist gerne informiert.

00:57:24: Ist informiert sein will.

00:57:25: das heißt ich gucke fast jede tageschau ich guck locker drei viermal im tag nochmal nachrichten fähren sehen ich lese auf zeit online ich lesen sozial medien ich lehse überall also ich lise höre und mache eigentlich in meinen in meinen wachen stunden ja fast schwindelig.

00:57:40: ne vielleicht abends mal nicht wenn film läuft oder so.

00:57:42: na und dann wirklich so im urlaub auch mal gemerkt Das tut dir richtig gut, mal ein bisschen Auszeit zu haben.

00:57:51: Überraschung oder?

00:57:53: Total!

00:57:54: Das ist krass.

00:57:57: Ah... Tut mir das leid mit der Sonnenfinsternisbrille.

00:58:01: Ich war auch spät dran aber ich bin dann so ein bisschen obsessiv muss ich ja sagen und dann hatte ich welche und dann hat sich zu viel und bin dann vorher in der Nachbarschaft noch rumgerannt und geguckt wer welche braucht.

00:58:17: Warte aber, darauf wollte ich jetzt gar nicht eilig eingehen.

00:58:19: Ach so ja, News of Wildlands!

00:58:20: Also Punkt eins finde ich das auch hier die Debatten oft unterkomplex sind.

00:58:27: Weil wenn ich mit Menschen spreche, die keine Nachrichten, also tagesaktuelle Nachrichten gucken heißt es nicht dass sie sich nicht informieren.

00:58:37: Aber das sind dann oft Menschen, die dieses schnelle und hier und da und damit sind überfordert.

00:58:42: Und viele erzählen mir, und ich sage jetzt nicht das Bevölkerungsrepräsentativ ist.

00:58:47: Aber viele erzählten dann, naja sie lesen dann halt Bücher und arbeiten sich lieber tiefer im Thema ein und erfahren aber über andere, für aktuelle Entwicklungen und geben gleichzeitig ihr Wissen zurück.

00:58:58: Das finde ich einen total schönen Gedanken auch wissend an Eignungen nicht nur individualistisch zu denken sondern als kollektiv.

00:59:07: Also dass du halt Menschen hast, die unterschiedliche Zugänge haben und unterschiedliche Expertisen.

00:59:12: Und das zu teilen und zusammenzubringen, dass das eigentlich eine Stärke ist.

00:59:17: Und gerade auch wenn man überlegt, dass ja Wissen – und das ist zum Beispiel heute besser als früher – immer sehr stark mit Macht verknüpft war oder der Zugang zu wissen.

00:59:29: Also wer konnte sich Bücher leisten?

00:59:31: Wer konnte lesen so?

00:59:35: Das heißt Eine Möglichkeit ja auch irgendwie mit Macht unterschieden umzugehen ist eben wissen verfügbar zu machen.

00:59:42: Das ist hier auch zum Beispiel ein Ansatz in meiner Arbeit, warum es mir so wichtig ist soweit mir das möglich ist jetzt nicht die digitale Datei hochzuladen und für sieben Euro Achtzig zu verkaufen.

00:59:54: oder als jetzt habe ich vergessen wie das heißt.

00:59:56: Wie heißt das nochmal lieb magnet oder so?

01:00:01: Coaching, also du hast so ein PDF und da musst du dich irgendwo anmelden.

01:00:04: Und dann kannst du so halt... Ich

01:00:07: wurde noch nie gecoached leider.

01:00:11: Das

01:00:12: ist sowas was ich glaube das heißt vielleicht auch anders wenn tut es mir leid.

01:00:17: Sondern das so zur Verfügung zu stellen weil ich immer denke genau.

01:00:21: Also Wissen teilen und zwar das was du kannst ist total wichtig und dann ist das auch nicht defizitär Wenn der Zugang anderer ist, Punkt eins.

01:00:33: Punkt zwei habe ich – also war ja auch immer recht Social Media-addicted vor allem als es noch Twitter gab.

01:00:41: da muss ich sagen bin ich schon ein bisschen traurig.

01:00:44: das war schon meine Plattform und dann wurde ich krank und dazu gehörte auch dass ich nicht gucken konnte mir am Handy irgendwas lesen über einen längeren Zeitraum bedeutet.

01:01:03: Also ich war abgeschnitten von dieser digitalen Welt, es ging maximal Podcasts oder so für ein längere Zeitraum bzw.

01:01:18: irgendwann ging auch Lesend wieder aber halt Bildschirm ging nicht.

01:01:21: und das war für mich eine total wichtige Erfahrung weil ich das Gefühl hatte dass erst einmal seit lang aus dieser vielleicht auch Hilflosigkeit rauszukommen, dass alles auf mich einprasselt.

01:01:33: Ich nicht mehr weiß wo muss ich denn jetzt eigentlich reagieren?

01:01:36: Dann ist das eine hier dann meckert der einer, dass man zu dem anderen nichts sagt und also so die totale Verwirrung.

01:01:43: Und auf einmal war ich selbstbestimmt und konnte mich mit Themen auseinandersetzen und tiefer reingehen und mir überlegen und strukturieren und wirklich wieder mit was auseinander setzen.

01:01:54: Also das finde ich eine total wichtige Erfahrung Wieder so eine Form von Kontrolle über das eigene Informationskonsumverhalten zu bekommen.

01:02:07: Nicht ständig damit irgendwie voll... Was für ein Verb passt jetzt hier?

01:02:14: Vorgespannt.

01:02:15: Danke!

01:02:16: Zu werden, sondern sich zu überlegen genau wann lese ich Nachrichten, wo lese Ich Nachrichten?

01:02:22: will ich das irgendwie wirklich ständig...?

01:02:27: Also, ist online das Format?

01:02:29: Ist ein Radio das Formate.

01:02:31: Will ich wieder irgendwie gut old-tagesschau, zwanzig um fünfzehn Zeitungen... also was brauche ich denn?

01:02:37: Das wirklich nochmal bewusst dazu reflektieren tut glaube ich gut weil ich schon den Eindruck habe dass wir sehr schnell viel aufnehmen dann oft uns ja auch und es sehr menschlich nach anderen richten Influencer a-sachtet oder so.

01:02:56: und dann sage ich das auch, obwohl ich überhaupt keine Ahnung habe ob das irgendwie stimmt.

01:03:01: Und da wieder mal ein bisschen... Also es klingt ein bisschen alt aber so ein bisschen Tempo rauszunehmen, tiefer rein sich zähm suchen man muss nicht mit allem beschäftigen.

01:03:10: Wichtig wie gesagt ist eher kollektiv zu denken.

01:03:14: Du bist deutlich versierter als ich, obwohl ich es mal studiert habe in Philosophie.

01:03:19: So!

01:03:19: Ich muss nicht die Philosophierexpertin werden aber ich kann mich ja fragen und dann erklärst du mir das so ne?

01:03:25: Und so funktioniert... Also das ist ja im Endeffekt auch was du machst mit deinem Podcast.

01:03:29: Wissenteil!

01:03:30: Ganz genau, das mache ich und ich mache es auch gerne.

01:03:32: Und so probiere ich mir nicht nur meine eigene Nachrichten zu schönzureden, sondern auch... Ich mache es oft ja ganz gerne und ich habe oft keinen großen Leidensdruck und bin sehr gern informiert, schaue sehr gerne mehrmals im Tag was in der Welt passiert, lese viel und eben hab das große Glück mit Experten und Expertinnen diesen Podcasts zu reden.

01:03:50: Das ist oft auch ganz cool und das sehe ich als Ressource und ich finde es gut, dass wir anderen teilen dürfen.

01:03:59: offen gesagt, dass Leute das auch supporten.

01:04:02: Also nur ich habe ja... Es gibt ja ein bisschen Werbung noch hier im Podcast aber es ist auch ein Crowdfunding-Projekt.

01:04:08: Das heißt man kann bei Steady das Ganze unterstützen und dass das auch honoriert wird auf finanziell, dass das ganze Jahr auch eine Aufwand ist und auch Arbeit ist und Mühe kostet jenseits von der Tatsache was viel Spaß macht.

01:04:19: Das ist auch cool einfach so!

01:04:20: Und ich versteh's komplett wenn Leute sagen hey Jan du bist in Nachrichten Junkie und du machst einen Politikjunkie.

01:04:29: Ich brauche nicht jeden Tag die Tagesschau oder ich brauche mich die ganze Zeit wissen, was der Kanzler gerade gesagt hat und das in Echtzeit kommentieren so ungefähr.

01:04:35: Und dass das verstehe ich komplett?

01:04:37: Wie gesagt am Bodensee habe ich das komplett gemerkt.

01:04:39: Das ist eine Auszeit.

01:04:41: In meinem Fall eben eine Temporäre, dass sie eben ganz gut ist.

01:04:46: Gleichwohl passiert da jetzt ganz viel!

01:04:48: Und wir sind jetzt so ein bisschen auch im politischen drin und lassen mal so ein bißchen jetzt auch zum politischen Geschehen kommen, dass jetzt stattfindet.

01:04:53: Sachsen-Anhalt, Landtagswahlen

01:04:54: usw.,

01:04:55: also es passiert ja ganz vieles.

01:04:57: gibt das gute Gründe auch Nachrichten zu verfolgen denke ich insoch schauen was gerade passiert.

01:05:02: Im September gibt es eben die Wahl in Sachsen Anhalt Es gibt eine Wahl hier in Berlin Es gibt ne Wahl in Mecklenburg Vorpommern.

01:05:08: Also es ist für demokratische und politisch interessierte Menschen jetzt durchaus sinnvoll zu befolgen Was passiert?

01:05:14: Ich denke es ist auch nicht so mich reden von demokratischer Bürger Aber es macht durchaus auch Sinn, sich für seinen Gemeinwesen zu interessieren.

01:05:23: Weil man ja ein Teil davon ist und dennoch... Jetzt kommt das dennoch, ist es ja nicht gerade entspannt und manchmal auch leidvoll.

01:05:31: Und auch konfliktreich und kompliziert.

01:05:33: Wenn man jetzt nach Sachsen-Anhalt guckt und man sieht die Umfrageergebnisse dass die AfD vielleicht da um die vierzig Prozent hat oder so dann frage ich mich wir gehen wieder am besten mit um.

01:05:45: aus deiner Sicht also jetzt vor der Wahl wie können wir da möglichst... gut mit umgehen, aber auch gerne nach der Wahl.

01:05:53: Wie gehen wir denn damit um wenn jetzt fast mal rauskommt was uns belastet?

01:05:56: Wenn die AfD ... Sie wird wahrscheinlich stärkste Kraft werden wie die AfD mit Abstand stärkse Kraft wird.

01:06:01: Was ist dann da die richtige emotionale Reaktion drauf?

01:06:03: Panik, Resignation, Wut?

01:06:06: also ich ne du hörst schon raus wahrscheinlich nicht Aber wie gehen wir damit resilient um?

01:06:11: wie gehen wieder mit Coherentum?

01:06:15: Also erstmal unterstreich ich das, dass es wichtig ist sich für seine Umwelt zu interessieren.

01:06:22: Also generell, ob's im Kleinen ist... Es ist ja cool wenn man sich für die Menschen interessiert, die irgendwie um einen rum sind oder eben im Großen Aber auch im Übrigen lokalen.

01:06:33: Das möchte ich noch mal unterstreichen, gerade so mit Blick auf sterbenden Lokaljournalismus, weil das total wichtig ist.

01:06:39: Also es gibt ja auch da Studien... Moment!

01:06:44: Jetzt muss die Satzkonstruktion.

01:06:47: Dass da wo keine lokale Berichterstattung mehr ist zum Beispiel zumindest für die USA Korruption zu nehmen, dass Misstrauen steigt und so.

01:06:59: Unser lokales Umfeld gibt uns ja auch nochmal ganz andere Gestaltungsmöglichkeiten als das große Ganze.

01:07:05: Und wenn es jetzt so blickt, zum Beispiel Sachsen-Anhalt und die folgenden Wahlen aber ich bleibe jetzt erst mal in Deutschland weil natürlich dann hast du noch die folgende Klimakrise.

01:07:18: wir denken an viele viele Hitze Tote die nicht so richtig Menschen groß interessieren.

01:07:25: Ich sehe aber auch gerade verstärkte Fibride-Angriffe.

01:07:28: Also, das ist ja was, was parallel noch ist.

01:07:33: Ja also da gibt es schon gerade keine angenehmen Entwicklungen so und damit muss man irgendwo umgehen und ich weiß halt nicht ob jede Wahlumfrage die groß gepusht wird immer so hilfreiches.

01:07:53: Also, weil es ist halt eine Umfrage.

01:07:54: Umfragen haben Grenzen und manchmal ist sowas dann ja auch eigentlich vor allem angsteinflößend.

01:08:00: Und ich finde immer... Ich bin ein großer Fan von Strukturieren und Vorbereiten.

01:08:07: Mätschlich wie fachlich!

01:08:14: Zum Beispiel was das Buch als Plädoyer habe und das hab' ich selber umgesetzt zum Beispiel mit dem Workbook sich zu überlegen, wie will ich durch diese Zeit kommen.

01:08:25: Was hilft mir?

01:08:26: Was mache ich?

01:08:27: Was sind meine Grenzen?

01:08:28: Was ist mein Unterstützungsnetzwerk?

01:08:30: also sich vorzubereiten?

01:08:32: Weil ein ganz großes Problem ist.

01:08:34: ja auf der einen Seite haben wir vielleicht so dieses na wie bei so einem Auto und vor allem man steht da und guckt sich das an Anderne Seite, lalalalala.

01:08:45: Ich will nicht sehen.

01:08:46: Also ich habe das sehr stark auch gemerkt die Leute waren im Urlaub.

01:08:49: Die wollten glaube ich einfach mal kurz nichts wissen und dass es ja auch fein so.

01:08:54: Aber da ist eine Realität und die isst bedrohlich und die ist gefährlich Und je.

01:09:02: ich finde immer wenn man sich darauf vorbereitet kann Man auch besser damit umgehen.

01:09:08: so also ich hab zum Beispiel Es gibt von WBK, also Katastrophenschutzbehörde finanziert gerade so ein Angebot das einen total griffigen Titel trägt.

01:09:22: Erste Hüfekose mit Selbstschutzinhalten da weiß jeder sofort was Gewalt ist.

01:09:29: und dann geht es um Krisenvorbereitung.

01:09:31: Das richtig cool!

01:09:32: Du überlegst wie kann man sich auf Krisen vorbereiten?

01:09:35: Also zum Beispiel weiß ich nicht.

01:09:36: Nudeln brauchen recht viel Wasser ist nicht die beste Wahl wenn irgendetwas.

01:09:41: Und ich hatte jetzt nicht das Gefühl, da ist Apokalypse, sondern es waren total praktische Tipps.

01:09:48: Also und das muss ja jetzt nicht Kriegsausbruch sein.

01:09:52: Kann ja einfach irgendwie... weiß ich nicht.

01:09:55: Stromausfall

01:09:56: in Berlin!

01:09:58: Hätte ich auch nicht.

01:09:59: Also ist ja auch der längste Stromausfall in Nachkriegszeiten, aber hättest du mir mal gesagt dass wir hier für alle die es nicht mitbekommen haben vor einigen Monaten gab es einen mehrtägigen Stromausfalt für wirklich einige tausende Haushalte und das ist schon echt beachtlich gewesen wie lange es war beim Winter noch.

01:10:17: Es war jetzt schon ein Waldchen her also es war echt auch kalt und so und das is schon echt krass.

01:10:23: und hat man mir erzählt dass das so stattfinden kann hätte ich auch gedacht.

01:10:28: Und da ist jetzt eben der Umgang damit, bestenfalls nicht dass wir auf weiß ich nicht Auf die da oben schimpfen und auf die Politik und einfach nur wütend sind, das ist wahrscheinlich nicht der ideale Umgang.

01:10:38: Also klar man darf Verbesserungen verlangen und auch von seinen Politikern eine gute Infrastruktur.

01:10:43: dafür sind sie sogar da eine gute infrastruktur bereitzustellen eine bestmögliche.

01:10:48: aber eigentlich kann man dann eben auch im Sinne einer aktiven eines aktiven umgangs damit fragen was kann ich tun?

01:10:54: Und da kann eben individuelle Vorbereitung dazu gehören Da kann eben wirklich weiß nicht dass man sich ob es jetzt ganz banal ist bei Kerzen organisiert oder so.

01:11:03: Also einfach, dass man... Grablichter

01:11:05: habe ich bei dem Workshop gelernt.

01:11:08: Ja ja weil die nicht umfallen auch und länger brennen.

01:11:12: Wow!

01:11:12: Und für die Stimmung auch ne?

01:11:13: Wenn man eh in Weltuntergangsstimmung ist dann kann man...

01:11:17: Wendel bist du denn vorbereitet lieber Jan?

01:11:20: was ist denn deine Krisenprävention?

01:11:22: Ich hab tatsächlich, es gibt ja das Innenministerium hat ja auch empfohlen, dass man für so weiß ich nicht zehn Tage oder vierzehn Tage auch vorbereitet sein soll.

01:11:31: Also das ist jetzt so ne?

01:11:33: Jetzt müssen wir wieder aufpassen!

01:11:34: Nicht, dass es jetzt heißt hier die Lambertin und das Gut-Larech sagen, die Verschwörungstheoretiker hatten doch recht.

01:11:39: Nee,

01:11:40: die waren schlecht vorbereitet kurz.

01:11:43: Prepper waren scheißso vorbereitet auf die Pandemie weil sie sich auf ganz andere Szenarien vorbereitet haben.

01:11:49: Ja

01:11:50: voll.

01:11:52: Das hat nicht funktioniert.

01:11:53: und aber tatsächlich muss gerade lachen weil tatsächlich sowas, da gab es ja auch so Sachen wie Michael Wendler verkauft mit Provisionen Kurbelradios auf Telegram und sowas.

01:12:02: Und dann denkt man sich einerseits zu hey du Oberspinner wofür brauche ich denn ein kurbel Radio?

01:12:06: Aber andererseits oder eben weiß ich nicht einen Bunsenbrenner oder wie das heißt eine Gaskocher sowas?

01:12:13: Aber anderseits wenn man sich anguckt was ist übertriebene Krisenvorbereitung und was ist vielleicht eine Hysterie oder eine Phobie Alarmismus, das ist ja ganz viel was bei diesen Verschwörungstheoretikern dann letzten Endes stattfand.

01:12:25: Also ein nicht mehr wirklichkeitsgebundener Alarmismus vielleicht können wir es so nennen.

01:12:30: und dennoch gibt es einige Schnittmengen zumindest die mit dem gesundenen Menschenverstand auch zusammenhängen, nämlich dass man jetzt eine Lichtquelle da halt wenn der Strom ausfällt.

01:12:40: Das ist kein Alarmismus!

01:12:43: Also ich habe jetzt auch Redes auf von mir, dass man so ein paar Dosen im Keller hat und da wirklich ein paar Tage sich ernähren könnte.

01:12:50: Wenn denn irgendwas wäre, Gaskocher haben wir auch und tatsächlich nicht ganz ohne Kicher und haben bei uns irgendwann auch einen Kurbelradio reingestellt.

01:13:00: Eben, ne?

01:13:03: Also wenn irgendwann mal was wäre dann wäre das eben also Stromausfall längerer Stromausfalt.

01:13:08: Dann wäre das ein Möglichkeit auch etwas zu empfangen an Nachrichten und sowas Und ich bin hier natürlich in der Apokalypse noch nachrichten junkie.

01:13:16: so dementsprechend muss sich dann ja wenn nicht kein Social Media habe Das Smartphone alle ist unter PC gestorben.

01:13:22: Da muss ich natürlich ganz zwei Stunden am Tag im Radio kobeln und leide wahrscheinlich drunter dass ich da relativ wenig in die Welt posten kann.

01:13:28: am radio aber höheren kann ich sein.

01:13:32: Ja, du kannst auch übrigens zu diesen Leuchttürmen gehen.

01:13:35: Also das ist ja das Konzept da haste dann alles.

01:13:37: also die gibt's ja dann überall.

01:13:39: Das sind

01:13:41: Leuchthürme?

01:13:43: Katastrophenschutzleuchttümer, also dass es ja mittlerweile das Konzept versucht wird redflächendeckend Orte zu etablieren, wenn was passiert, dass du dahin gehen kannst.

01:13:55: Da kriegst du Informationen, da kriegste Unterstützung und so was.

01:13:58: Also da kannst du nach gucken wo bei dir Also ich weiß, wobei mir um die Ecke die Sachen sind.

01:14:05: Aber wo die sind und wo du hingehen kannst.

01:14:07: Und das ist ja auch wieder vorbereiten.

01:14:10: Das ist erstmal für viele Scham behaftet.

01:14:15: Ist was, was sich oft bemerkt hat.

01:14:17: Dann hab' ich das Kurbelradio, oh mein Gott bin ich jetzt ein Prepper!

01:14:21: Aber es gibt ja Preppen mit einem Scheiß... Ich bin ja schon wieder so pflapsig ne?

01:14:25: Du mit einer Vulker-Sprache.

01:14:27: Ich weiß,

01:14:28: ich weiß.

01:14:31: Die Fachexperte hier.

01:14:34: Nee genau, aber es gibt ja in Unsolidagisch auch eine Krisenvorsorge die finde ich schon sozial ist.

01:14:42: also ich habe das schon auch wie gesagt diesen Kurs gemacht.

01:14:45: dann fand nicht gut.

01:14:48: Es gibt tatsächlich so ein Set dass du bei Hilfsorganisation holen kannst.

01:14:51: da ist noch so Wasseraufbereitung was weiß ich mit drin und da geht's ja nicht wie gesagt jetzt nur um Krieg und da fällt ne Bombe sondern was er vielleicht aus oder so.

01:15:01: Und ich habe aber auch psychische erste Hilfe-Boxen, das finde ich auch total wichtig und da gibt es... Das ist überhaupt nicht etabliert!

01:15:11: Also

01:15:14: diese

01:15:14: psychischen erste Hilfe genau und das schreibe ich ja auch im Buch und das war eigentlich... Ich sage gleich wie's geht.

01:15:20: Was mir mit dieses Buch war oder überhaupt meine Arbeit jetzt, ist ja schon für mich auch eine Reaktion auf eine eskalierende Situation.

01:15:29: Weil ich mich gefragt habe, was da gerade alles passiert?

01:15:34: Ist ganz schön bedrohlich!

01:15:37: Was kann ich

01:15:38: leisten?".

01:15:39: So und das ist überhaupt keine Kritik an Menschen die das tun weil das nach wie vor eine wichtige Sache ist sind hundertsten Vortrag über Verschwörungserzählungen halten einen Person die meistens ja schon eher eh ein bisschen gewisses Wissen haben.

01:15:53: Oder ich überleg mir, was habe ich dann so an Skills?

01:15:55: Und ich hab einmal diese Sozialpsychologie – ich verstehe Gesellschaft und die Notfallpsychologie.

01:16:00: Ich weiß, was man tun muss wenn es richtig schlimm ist und hab da ehrlicherweise auch genug purusfraktische Erfahrungen mit.

01:16:10: Was ich merke ist, dass dieses Thema psychische Sicherheit auf allen möglichen Ebenen kaum adressiert wird oder mitgedacht wird, oder dass irgendwo da Konzepte sind.

01:16:21: Also jetzt nicht das.

01:16:22: ich glaube, dass das passiert.

01:16:23: Aber würde morgen irgendwie einen Krieg anfangen?

01:16:27: in Deutschland weiß ich jetzt nicht was es an großartigen Konzepten gibt und Netzwerken und so die wirklich da Materialien verhaben?

01:16:36: Und deswegen war also die Idee von einem Buch Menschen wirklich Kompetenzen mit an die Hand zu geben, wenn es schlecht wird.

01:16:44: Wenn Dinge brechen, wenn Dinge anders sind.

01:16:47: und dazu gehört halt wie gesagt Vorbereitung.

01:16:49: und man kann sich wie gesagt eine Art also erste Hilfe-Box und das wichtig ist erste Hilfe für den Körper heißt du hast ein Pflaster und Verband nicht gebiss auf einmal in der Lage zur Apparieren und so ist das mit der ersten Hilfe für die Psychi natürlich auch sind Erstmaßnahmen, die ich auch zum Beispiel, sondern die man machen würde.

01:17:11: Auch wenn es irgendwie ganz schlimm ist aber natürlich jetzt nicht eine Traumotherapie oder sowas.

01:17:16: und da kannst du dir nimmst du dir irgendwie ne Mappel, ne Box irgendwas was du magst und packst verschiedenste Dinge rein und das können erstmal so Klassisch weiß ich nicht, Fidget-Toy sein.

01:17:29: Also ich mag gerne.

01:17:30: zum Beispiel es gibt so genannte Akkupressurringe die sind aus Metall, sie machen ein bisschen Druck.

01:17:35: Es gibt auch so Dinge die nennen sich Outchees Die haben so Zacken Das ist so'n Schmerzreiz weil wenn du merkst Du bist gerade total gestresst Kannst du da entgegenhalten oder was Saueres also richtig saure Bombons.

01:17:49: Wenn du in so einen Tunnel kommst aus Angst holst du das raus.

01:17:55: Übungen, die man machen kann, können da reingehen.

01:17:58: Auch Dinge, die dir Verbundenheit signalisieren.

01:18:03: Der Brief von ... weiß ich nicht?

01:18:04: Dann schreibt dir deine Frau einen kleinen Brief oder solche Sachen.

01:18:08: Oder irgendwie ein Bild vom Urlaub.

01:18:10: also sich so was zu packen das kann man auch übrigens mit Kindern finde ich tollmachen oder generell auch kollektiv.

01:18:18: Was brauchen wir, wenn's schlecht ist?

01:18:19: Und was packen wir da rein und dann hast du das.

01:18:22: Das kann ja auch beim Liebeskummer hilfreich sein.

01:18:24: Da muss nicht die Welt für untergehen so.

01:18:26: Und das ist zum Beispiel jetzt auch mal Blick auf Sachsen-Anhalt, um diesen Bogen wieder zurückzugehen... Sehr gut!

01:18:34: ...was ich vorschlagen würde zu gucken, was brauche ich, wenn es schlecht ist weil Wir wissen nicht, wie wir uns Sonntag fühlen und auch übrigens Montag ganz wichtig.

01:18:47: Wer in Sachsen-Anhalt lebt und eben nicht die AfD gewählt hat, ich vermute sehr stark dass da ganz viele Gefühle aufkommen und eins ist so ein... Also das führt ja Misstrauen.

01:18:59: Du gehst dann durch die Stadt dein Dorf wo auch immer du gewohnst und denkst dir wer von euch war das?

01:19:07: Bist du das?

01:19:10: Danke auch so, also wie gehst du mit den Gefühlen um?

01:19:13: Also deswegen zum Beispiel mein Tipp in dem Workbook für Montag ist ein Tagesplan.

01:19:20: Schreib rein was du tust und das ist auch die Empfehlung aus der Notfallpsychologie oder der Krisen, den Tag so gut wie möglich zu strukturieren dass du nicht an so einem Loch fällst, das Planste zu überlegen, wie will ich Social Media konsumieren am Wahltag?

01:19:35: Wann will ich die Ergebnisse wissen.

01:19:37: Will ich wirklich die ganze Zeit dabei sein und auf Instagram, Blue Sky wo auch immer lesen was Leute vor halb gare Takes haben?

01:19:45: oder will ich sagen Ich möchte das erst um neun Uhr wissen!

01:19:48: Ich will gar nicht im Internet sein Und hätte aber gerne eine Signalgruppe von Menschen, die mir dann irgendwann die Ergebnisse sagen.

01:19:55: Also sind dann alles so Punkte, die ich da reingepackt habe dass man irgendwie so ein Konzept hat, wie gehe ich damit um?

01:20:04: und dann nicht einfach reinzustäubern.

01:20:06: Und deine Frage war ja auch, welches Gefühl ist legitim?

01:20:09: Also Gefühle haben ja erst mal keinen moralischen Wert für dich überhaupt.

01:20:16: Die sind erstmal da.

01:20:17: oder schlecht die Handlung, die daraus folgt.

01:20:19: Da ist das nochmal anders wenn du aus Wut jemanden bei sind auf der Nase haust

01:20:25: Da merkt man das Philosophie-Studium, ich stimme komplett zu.

01:20:30: Ja, also Gefühle sind erstmal eine affektive, an der Reaktion auf die Wirklichkeit.

01:20:35: Eine, da bist du ein bisschen wie in deinem Metier, die wir nicht unbedingt durchschauen und nicht immer genau wissen wo es herkommt.

01:20:41: Und deswegen ist diese Anleitung von dir diese Ideen dass wir so ein bisschen probieren uns selbst auf die eigene Couch zu auf die innere Couch legen so ungefähr Ist.

01:20:49: dann ist dann eine gute Ratschlag auch wenn sich immer klappt aber überhaupt das man so eine Meter Ebene hat und sich fragt was fühle ich hier überhaupt?

01:20:56: Und vielleicht noch warum.

01:20:57: Und auch wenn man nicht immer finale Antworten hat, ist diese Methode glaube ich sehr sinnvoll einen Schritt zurückzunehmen und zu fragen was da eigentlich los mit mir.

01:21:05: Um wieder die Ethik mit rein zu holen ja also ich würde auch sagen erstmal Gefühle an sich haben kann keinen großen ethischen moralischen Wert die Handlungen.

01:21:15: Also Ethik ist eine Handlungswissenschaft und die Moral bezieht sich auf Handlungen ob wir sie gut finden oder schlecht finden.

01:21:22: Nachamtswert, weniger nachamts wert.

01:21:24: Vorbildlich oder verächtlich und so.

01:21:26: Das ist dann der Aspekt.

01:21:28: also das hängt zusammen.

01:21:30: aber sind zwei Paar Schuhe.

01:21:32: Ja voll!

01:21:34: Und das ist aber auch übrigens... Also ich weiß nicht ob du von wahrscheinlich Timothy Snyder über Turganei kennst?

01:21:42: Ist toll!

01:21:44: Also ich mag die Methode so gerne.

01:21:46: Es ist ja ein Historiker Der hat sich angeguckt, wie Faschismus historisch funktioniert und wie auch Widerstandhistorisch funktioniert.

01:21:58: Und daraus leitet der Lektion ab.

01:22:03: Also ich glaube das zum Informationsthema fand ich manchmal ein bisschen... Ich weiß gerade gar nicht mehr so im Detail was meine Kritik war, da hätte ich gerne mit ihm darüber diskutiert.

01:22:14: aber er sagt auch ganz klar Wenn das Schlimmste passiert, bleib ruhig.

01:22:23: Das ist wichtig.

01:22:24: und jetzt nicht im Sinne von gräm dich wenn du es nicht kannst.

01:22:27: aber damit müssen wir arbeiten.

01:22:30: Es kann eine sehr hohe Werte am Sonntag werden.

01:22:40: Wir wissen ja auch nicht was bis dahin noch passiert.

01:22:43: Dinge wirken sich ja auch in die ein oder wie die andere Richtung aus.

01:22:48: Und zu wissen Genau, mit wem möchte ich diesen Tag verbringen?

01:22:54: Wen rufe ich an wenn es mir richtig schlecht geht.

01:22:57: Wo fühle ich mich auch sicher?

01:22:59: Das ist ja auch so eine Sache.

01:23:00: Möchte ich den Montag danach, weil man in Sachsen-Anhalt gut in Sachsens Anhalt sein möchte, habe ich da einen Ort wo ich hingehen möchte, wo Menschen sind die mich verstehen?

01:23:09: oder macht mir das gerade so Angst dass ich vielleicht doch noch wenn's möglich ist den Kurzholer buche, dass sich zumindest an dem Tag mal kurz raus bin?

01:23:15: also So, wie gesagt hingucken aber nicht um Panik zu kriegen sondern damit umzugehen.

01:23:22: Und ich finde für mich die beste Strategie und das habe ich zum Beispiel auch so gehabt.

01:23:30: also jetzt im Ganzen.

01:23:33: Also es ist kein Vergleich, aber als die US-Wahl war, gab's ja viele Debatten vorher auch in Deutschland.

01:23:41: Wird das jetzt Trump gewählt und ganz viel gesagt haben nein?

01:23:44: Und das war auch ehrlicherweise meinem Umfeld und da habe ich ein Buch auf Studien zitiert, dass das in Deutschland so die Haltung war der wirds nicht machen und ich dachte mir sind... Das wird nicht gut ausgehen, das glaube ich.

01:23:59: Ja.

01:24:01: Ich hatte eine Wahlpartie nicht, aber doch schon so zehn Leute eingeladen zu mir nach Hause und wir haben das bespätigen Nacht geguckt und ich lag komplett falsch.

01:24:11: Das war die erste Wahl.

01:24:13: jetzt ne?

01:24:13: Die erste Trump-I.

01:24:15: So saß du zuhause mit Leuten und wir dachten auch der Idiot schmiert jetzt ab und wir gucken uns hier an und nach und nach hat sich die Stimmung verschlechtert und Unverständnis in Wut und Resignationen und alle mögliche Emotionen chancierten.

01:24:28: Und bis irgendwann vier, fünf Uhr morgens war und die Letzten gegangen waren.

01:24:31: Man sich dachte fuck Werbung Steigende Preise unbezahlbarer Mieten Angst um die Rente.

01:24:46: Deutschland steckt tief in der Wirtschaftskrise.

01:24:49: Aber warum eigentlich?

01:24:50: Der Ökonom Tom Krebs sagt Zufall ist das nicht.

01:24:55: In seinem Buch Kapital & Krise zeigt er dass die Krise das Ergebnis politischer Fehlentscheidungen ist und vermeidbar gewesen wäre.

01:25:05: Krebs kennt die Wirtschaftspolitik aus erster Hand, unter anderem als Erster Gastprofessor im Bundesfinanzministerium.

01:25:14: Seine Diagnose während die Regierung geschuld bei angeblich faulen Beschäftigten sucht und den Sozialstaat abbaut versterfen genau diese Scheinlösungen – die Krise nur weiter!

01:25:30: plädiert für eine geplante Marktwirtschaft, in der demokratische Entscheidungen wieder Vorrang vor kurzfristigen Kapitalinteressen haben.

01:25:40: Ein konkreten Plan für bezahlbares Leben, starke Industrie und stabile Demokratie liefert das Buch Kapital- und

01:25:48: Krise.".

01:26:07: Du hast es aber eher vorgeahnt, dass wir da vielleicht uns in die Tasche lügen.

01:26:13: Dass so ein Populist nicht an die Macht kommen kann?

01:26:18: Also ich meine... Die Sache ist, wenn man recht hat, das ist ja immer recht leicht zu sagen.

01:26:23: Ja also ich wusste das!

01:26:26: Weil... So,

01:26:28: ne?!

01:26:28: Aber ich dachte so, ja nee.

01:26:31: Das ist irgendwie so verherrte.

01:26:35: Da sind so viele Punkte und so weiter.

01:26:37: Ich gehe jetzt davon aus.

01:26:38: Also dann habe ich mir überlegt, was möchte ich machen und beistellen?

01:26:42: Und dann hab' ich halt auch Materialien vorbereitet.

01:26:47: wie geht man damit um?

01:26:49: Was da auf einmal Trump wieder Präsident ist!

01:26:54: Als ich dann morgens aufgewacht bin und gesehen hab', ja scheiße es so wusste ich also was mein Plan für den Tag ist nämlich diese Materialien zu verbreiten.

01:27:07: Damit hatte ich eine Handlungsebene, die mir auch Sinn gegeben hat.

01:27:14: Weil ich auch ganz viel Rückmeldung bekommen habe, dass Leute das geholfen haben.

01:27:17: Das hatte eine enorme Reichweite weil es halt schon früh fertig war da wo andere wahrscheinlich noch irgendwie nicht wussten was sie tun sollten und genau Verstehen damit selber bedient.

01:27:33: Ich hab meine Handlungsebene selber mitbedient und meine Sinnebener, also das heißt es hat mir geholfen, es hat anderen geholften... Und das war aber halt auch nur weil ich vorbegleitet war und ich dachte mir halt in dem Moment... Also idealerweise lieg' ich falsch!

01:27:47: Da muss sich das nicht teilen.

01:27:49: Es klingt jetzt ein bisschen blöd, ne?

01:27:51: Aber irgendwann wird halt einen Moment kommen wo die Inhalte dann an anderer Stelle sind voll werden.

01:27:56: Das ist jetzt auch nicht ganz für die Katz.

01:28:01: Das heißt, ich finde den Möglichkeiten Raum zu öffnen.

01:28:05: das was schlimm werden kann hilft mir Handlungsmöglichkeiten zu identifizieren und damit umzugehen.

01:28:13: Und ich hoffe natürlich immer noch darauf dass es besser wird.

01:28:15: also geht nicht auf

01:28:16: ja und somit auch mehr Kohlenz zu haben Resilienz zu zeigen Und sich das Schlimmste vorzubereiten, also man sagt ja ganz oft.

01:28:25: Man soll es das Beste erhoffen und sich aufs Schlimmmste vorbereiten.

01:28:29: Und manchmal sind diese Gemeinplätze oder Leitsätze.

01:28:34: Manchmal sind die Leitsätzen, die man schon ein paar Mal gehört hat, auch was dran.

01:28:37: Also leit jetzt mit T nicht mit D. Also kommt manchmal auch aus das Leid an.

01:28:42: Um das Ganze nochmal nachzutragen für alle, ihr könnt übrigens immer in die Shownauts gucken da steht alles wesentliche drin wenn ihr etwas nicht verstanden habt hier aber... Über Turanei, zwanzig Lektionen für den Widerstand ist das Buch von Timothy Snyder.

01:28:56: Ist kein Geheimtipp es ein Bestseller ist aber durchaus sehr solider Tipp weil diese zwanzige Lektion durchaus auch hilfreich sind.

01:29:04: allgemein Aber auch an dem Montag nach der Wahl die Sachsen-Anhalt nach einer Wahl überhaupt wenn man jetzt ob es jetzt Trump bis in USA oder AfD in Deutschland ist das total wichtig da mal drauf zu schauen der hat einiges Gutes geschrieben und dass auf jeden Fall.

01:29:19: Individuell kann man auch einiges machen.

01:29:21: Ich, wenn ich mit dir schreibe, Liebpier, dann bist du tatsächlich so gefühlt in den sechsechzig Prozent der Fälle.

01:29:28: Bist du gerade spazieren mit dem Hund?

01:29:32: Auch gerade eben vom Podcast.

01:29:34: Ach, ich gehe noch mal eben kurz in den Wald und das ist füchterlich süß irgendwie auch aber es wird dir ja auch helfen.

01:29:42: also nicht nur dass du wie eine gute Hundebesitzerin wirkst aber Haustiere auch.

01:29:46: Allein sowas!

01:29:46: Das wirkt jetzt banal.

01:29:47: Jetzt denk mir so, jetzt reden die Lamberti, holt euch doch ein Hund oder so?

01:29:52: Aber tatsächlich einen Haustier, einen Gefährten, jemanden der dabei einem ist... Ich bewundere das hier ein bisschen.

01:29:59: Also gerade dieses Bei Wind und Wetter dreimal raus müssen oder so in Wald und Co.

01:30:04: Das respektiere ich total bei Hundebesitzern, Hunde-Besitzerinnen, weil ich oute mich eher... Ich hatte Katzen in der Vergangenheit sehr gerne und mittlerweile habe ich ja nur meinen kleinen Fische Rüdiger, den ich hier schon mal erwähnt habe.

01:30:18: Frütiger ist ein kleiner Kampffisch, der Gattung better und sieht sehr schön aus.

01:30:22: Tatsächlich ist optisch ein toller Gefährte und man kann sich um ihn kümmern.

01:30:26: Er wird natürlich gefüttert und gepflegt und gehegt aber er ist jetzt nichts zum Streicheln und draußen so muss ich mit ihm auch nicht.

01:30:31: Und er ist ja pflegeleicht und optimi großartig bei der Resilienz oder bei der Verstoffwechselung der Welt hilft das?

01:30:38: das kann ich nicht sagen.

01:30:40: Aber so ein Hund zum Beispiel oder überhaupt Verantwortung für andere sich sorgen um andere, sich kümmern.

01:30:46: Das kann doch auch super sein für die eigene Psyche, oder?

01:30:49: Ja also ich muss ja vorher absagen an Kledogie für Fische.

01:30:52: Fische sind ja mein Herztema seitdem ich ein Kind bin!

01:30:57: Ja, ja.

01:30:58: Ich habe mit acht Neun schon angefangen Aquarienbücher auswendig zu lernen und mit Formeln zu berechnen wie das ideale Aquarium ist und Ort da dazu anzulegen.

01:31:07: also deswegen würde ich jetzt immer mal unterstreichen die wichtig auch Fische sind für das eigene Glück.

01:31:15: Und dann gibt es übrigens auch so eine ganz süße.

01:31:19: oder was heißt süß?

01:31:20: Das klingt irgendwie so doof aber mich in der Geschichte, die mich gerührt hat vom Stromausfall.

01:31:26: Ich weiß nicht ob du das gelesen hast am Buch weil in der Krise merken wir auch schon den Charakter des Menschen, so stichwort Mehrarbeit und so ein Kram.

01:31:37: Wir sind eigentlich unsere Freundinnen

01:31:39: usw.,

01:31:40: aber auch was uns selber wichtig ist.

01:31:42: Und es gibt aus Berlin die Geschichte von einem älteren Mann in seiner Wohnung geblieben ist trotz gesundheitlicher Probleme, weil er ein Aquarium hatte und da waren Welts.

01:31:56: Und der Welt war glaube ich wenn ich mich richtig erinnere sogar älter als seine Tochter und er hatte so eine emotionale Bindung an diesen Welt was sich sehr gut verstehen kann dass der den nicht alleine lassen wollte und ich wollte das auskühlen.

01:32:07: also dem war der total wichtig.

01:32:09: Der hat selber seine eigene Gesundheit riskiert für sein Fisch, also genau das ist total relevant.

01:32:21: Wir schützen dann das eben was uns wichtig ist.

01:32:24: und jetzt habe ich beim Übergang verloren?

01:32:25: Was soll die Frage?

01:32:27: Fische, Resilienz...

01:32:29: Frage war ein bisschen, ob wir uns auch Stichwort Haustiere oder Sorgen, ja auch eine Sorgeethek oder einen Umgang für andere und in dem Fall vielleicht nicht menschliche.

01:32:40: Gleich den menschlichen Umgang ist der wichtigste und dass man anderen Menschen hat.

01:32:43: Das ist sicherlich sehr wichtig weil mein Fisch ist eher Wortkarg im Umgang auf jeden Fall aber so... Ja das war die Frage, wie man da Beziehungen einem durch diese schwierige Zeiten helfen können zum Beispiel auch eine Beziehung zu einem Haustier?

01:32:59: Ja, also generell ist soziale Unterstützung einer der wichtigsten Faktoren wie wir Krisen bewältigen.

01:33:07: Also wie gesagt individuelle Ebenewände nach der Trennung und ganz viel Liebeskummer und alle deine Freunde sagen boah ehrlicherweise ich habe keinen Bock du hier machst ja nur ist das ja nochmal obendrauf schwierig, als wenn du aufgefangen willst.

01:33:22: Jemand kommt vorbei mit Schokolade.

01:33:25: wie macht weiß ich nicht ein Zauberritual oder was weiß ich?

01:33:27: Menschen machen gerne und das geht zeigt sich auch natürlich bei den Tieren die also was dir wichtig ist so aber dass kann man halt auch noch mal eine eben drüber sich anschauen auf der gesellschaftlichen die soziale Unterstützung nach belastenden Ereignissen extrem relevant ist.

01:33:51: Also da gibt es auch Experten im Umgang mit Traumata und so, die sagen das nicht das Erreignis als solch... Natürlich hat das einen Einfluss aber so sehr was ausmacht ob du am Ende zum Beispiel traumatisiert bist sondern der gesellschaftliche Umgang.

01:34:12: Wie wird auf dich reagiert?

01:34:13: Und da haben wir ja genug negative Beispiele.

01:34:16: Der NSU, wo den Hinterblieben dann sogar unterstellt wurde dass sie Täter gönnen sein könnten.

01:34:24: Ich weiß nicht wenn du siehst wie... Menschen, also Überlebende oder Angehörige nach Hanau für ihre Rechte, für die Anerkennung kämpfen müssen.

01:34:37: Wie sie dann aber auch noch mit Rassismus überzogen werden?

01:34:40: Da gibt es ja auch viele Geschichten.

01:34:46: der Vater des Attentäters, der dann noch die Familien belastlich bedroht so, und da wird wenig gemacht.

01:34:54: Wenn nach dem Tagueranschlag in Halle die nicht jüdische Mehrheitsgesellschaft die ganze Zeit von der gut schützenden Eichentür spricht oder auch nach der Flut wenn dann die Unterstützung ausbleibt.

01:35:07: All das sagt es ist extrem relevant wie man das verarbeitet.

01:35:13: Und das ist auch das und das zähle ich ja auch im Buch immer wieder, was auch die Menschen sagen es ist nicht nur die Flut gewesen so schlimm wie sie war sondern wie danach mit uns umgegangen wurde.

01:35:22: also und umgekehrt zeigt auch die Forschung dass jetzt kommt ein Fachwort Generativität nämlich unser kümmern für zukünftige Generationen einer der wichtigsten Faktoren für Sinn.

01:35:37: erleben Weiß ich nicht, ne?

01:35:42: Du pflanzst einen Baum.

01:35:43: Du gründest eine Initiative.

01:35:44: Du schreibst ein Buch.

01:35:46: Du kümmerst dich um Kinder.

01:35:48: Das ist das und das finde ich auch das Wichtige daran dass es so quasi so ein zweiseitiger Prozess ist.

01:35:55: also nicht nur das zu bekommen tut uns gut sondern auch das zu geben.

01:35:58: und ich halte im buch ja auch ein Plädoyer für Freundlichkeit weil ich finde dass das auch unterschätzt wird.

01:36:03: und again nichts zur Björn Höcke.

01:36:07: Freundlichkeit hat immer seine Grenzen.

01:36:10: Aber der Umgang miteinander und auch da, das fängt bei Social Media an.

01:36:14: Dieses Anrotzen die ganze Zeit.

01:36:17: Irgendwie man weiß es besser oder auch im Alltag nett zueinander sein, freundlich.

01:36:24: Mal gucken wer sind denn eigentlich die Menschen, die um mich wohnen?

01:36:27: Danke zu sagen!

01:36:28: Das klingt jetzt so ein bisschen vielleicht nach Knigge aber es geht ja darum rechtsextreme autoritäre Kräfte, die schüren Misstrauen Da kriegt was in die Gesellschaft.

01:36:44: Man begegnet sich immer mehr mit Misstrauen und ich glaube, das geht nicht um ein Heilmittel.

01:36:51: Ich glaube nicht dass es eine Lösung gibt sondern sehr viele sind die zusammenkommen müssen aber einen wertschätzenden Umgang mit Menschen total wichtig ist und total unterschätzt wird.

01:37:01: Und wir, da bin ich fertig mit meinem Monolog Das fand auch eine spannende Studienreihe, die ich ja auch im Buch zitiere So ein Klassiker der Sozialpsychologie ist die sogenannte Lost-Letter-Technik.

01:37:13: Also du lässt irgendwo Briefe fallen und dann in einem, zum Beispiel im einen Bedingung ist das dann ein deutschklingender Name und in der anderen Weise nicht ein türkisch klingender Namen.

01:37:23: Und da guckst du wie viele Werden eingeworfen und zurückgeschickt als Verhaltensmaß für Vertrauen.

01:37:30: Das wurde auch durchgeführt mit so verlorenen Portemonnaies.

01:37:34: Der konnte gezeigt werden wir unterschätzen was also signifikant wie viel menschen tatsächlich das zurückgeben.

01:37:43: wir haben vielen negativeren blick auf unsere lokale umwelt als die realität hergibt.

01:37:49: so und wenn ich erwarte keiner sagt was den ist es doch alles egal die interessiert dass doch eh nicht.

01:37:57: dann begegne ich Menschen anders, dann interessiere ich diese Menschen anders.

01:38:01: Dann verbinde ich mich mit denen auch nicht, auch wenn sie vielleicht sogar irgendwie weiss ich nicht verbündet oder wie auch immer man das nennen möchte sein könnten.

01:38:09: und deswegen finde ich Freundlichkeit solange es seine Grenzen hat

01:38:18: Aber weite Grenzen und ich finde es einen guten Tipp.

01:38:20: Und da muss gerade denken, ich war heute Morgen joggen.

01:38:22: und da muss sich dann so aus so ein Weg am Kanal langen und der relativ schmal ist.

01:38:27: Dann kam jemand mit dem Hund aber auch jemand anders mir entgegen.

01:38:31: So tatsächlich ist dann eine Person hat mich bewusst wahrgenommen.

01:38:35: Eine Frau und ist dann bewusst zur Seite gegangen und so ein bisschen so ein Stück Gras hinein und hätte es halt nicht vorbei joggen lassen.

01:38:42: So das war und dann habe ich Augenkontakt gesucht zu gewunken Dieser Autofahrer gehst du nach Hand hoch und so, danke.

01:38:49: Und tatsächlich auch autofahrere.

01:38:51: ich musste noch ein bisschen nicht nur im Kanal lagen sondern auch hin und wieder über eine zweispurige Straße.

01:38:56: nichts super gefährliches aber ebenso da muss man schon gucken kommen auto oder nicht oder dann war der gerade staus ohne.

01:39:01: die Auto standen im Stau und da muss ich gucken wie jogge ich da durch vorbei ungefähr und da waren alle sehr nett und sehr haben mich wahrgenommen und ich habe den Autofahrer wahrgenommen unterhand hoch und dankeschön.

01:39:11: Und da dachte ich auch wirklich für Deutschland und für Berlin war das echt gut.

01:39:17: Das hat diese Erfahrung irgendwie um, um achtundzwanzig irgendwie so ein paar Kilometer weg zu reißen dort echt viel schöner gemacht.

01:39:24: auch dass man das nicht alle sich so anpampen gegenseitig und so tun als würden sie aeinander stören sondern ist es irgendwie so'n schöniger, schöner, schöne, ein schöner Sonnygerr?

01:39:35: Ja, ein Spätsommer oder Frühherbstmorgen war und dann bin ich auch direkt besser in den Tag gestartet.

01:39:42: Ich mag A übrigens schöniger und B wenn wir jetzt mal... Das ist jetzt ein bisschen konstruiert aber du bist morgens machst du die Erfahrung dir geht es besser ... dem wir vorhin hatten, als du Zahnschmerzen hattest.

01:39:57: dir schreibt.

01:39:58: Würdest du auf den ja ganz anders reagieren... ... als wenn du Zahnschmerzen hast?

01:40:01: Also das heißt wie gesagt es geht jetzt nie darum eine Lösung für alles zu finden.

01:40:05: Das ist Quatsch!

01:40:06: Aber das verändert unser Klima, unseren Miteinander,... ...wenn wir glaube ich netter sind und ich habe die Erfahrung auch gemacht.

01:40:13: Ich weiß nicht, ich war letztens beim Optiker...

01:40:17: ...und

01:40:17: wollte gerne so eine Lichtempfindlichkeitsbrille haben.... ...und hatte dann aber nicht die Zeit.

01:40:24: Dann sagt er ja zu mir, wenn sie das nächste Mal kommen, schreiben Sie mir eine E-Mail.

01:40:28: Dann machen wir hier das Licht und machen die Musik aus, dann fühlen sich wohler.

01:40:31: Und ich saß da und ich war so gerührt!

01:40:33: Ich habe das wirklich über zwei oder drei Tage mit mir rumgetragen weil... ...ich hatte das null eingefordert.

01:40:38: Die hatte das Null erwartet dass jemand es so auf mich zu meinen Bedürfnisse eingeht.

01:40:43: Das war eigentlich wahrscheinlich... Wahrscheinlich denkt ihr gar nicht mehr daran, dass er das gemacht hat aber für mich war das großartig.

01:40:52: also Ja,

01:40:54: der ist so... Den Leuten vielleicht nicht grundsätzlich böses zu unterstellen, das ist glaube ich eine gute Eigenschaft.

01:40:59: Also außer sie sind böse zu dir wenn jemand wirklich gemein und böse und rassistisch übergriffig ist dann hilft er kommt radikale Freutigkeit auch an ihre Grenzen aber grundsätzlich fremden erst mal nichts Böses unterstellen und den Wohlwahlen begegnen bis die sich vielleicht einige von ihnen einige wenige als vielleicht doch feindselig erweisen.

01:41:17: Aber so oft auch Leute die so grumpy wirken oder auch Ich wenn ich müde bin.

01:41:21: ich gucke denn auch manchmal ganz ganz böse.

01:41:24: Und es hat auch schon mal eine Studierende zu mir gesagt, herrst gut Larrex sie gucken so böse und habe gesagt ich bin nicht böse.

01:41:30: Ich war vielleicht übermüde in dem Moment und gesagt nein Entschuldigung das verwechseln Sie das nicht werden wenn Sie hier reden und ich höre Ihrem Vortrag zu ist wie ein Referat.

01:41:36: oder so hab ich auch gesagt Nein ich bin vielleicht ein bisschen müde und haben einen langen Tag.

01:41:41: also bitte das war gar nicht bösek gemeint.

01:41:44: Und ja, vorwärts gleich zum Ende kommen.

01:41:46: tatsächlich klar wir haben die gesellschaftliche Probleme nicht in ihrer Totalität gelöst aber vielleicht ein paar Tipps geben können.

01:41:53: noch eine total leichte Abschlussfrage.

01:41:56: Nein ich habe natürlich einen Banger rausgesucht.

01:41:57: fürs Ende noch nämlich was müsste liebe Pia aus deiner Sicht zwischen jetzt zwanzig, sechsundzwanzig und in zehn Jahren.

01:42:07: Zwanzigsechsunddreißig passieren das wir in zehn jahren im rückblickend sagen ja die gesellschaft hat sich doch im großen und ganzen als resilient erwiesen.

01:42:19: also ein gedankenexperiment was müsste dann passieren?

01:42:24: oder was muss man kündigt anders herum denken?

01:42:25: Was muss die nächsten zehn jahre passieren um Resilienz zu bleiben um die Gefahren abzuwehren um ja die Gesellschaft zu verteidigen?

01:42:32: aus deiner Sicht?

01:42:34: Eine kurze Seitnermerkung ist nämlich, weil du das gesagt hast wieder eingefallen was ich bei meinen Social Media Regeln noch dabei habe.

01:42:42: Nicht alles persönlich nehmen.

01:42:46: Also erstmal... also ich mein auch so als es persönlich jetzt gerichtet, aber wenn mich jemand ankackt, nehme sich erst mal an vielleicht hat das mit mir jetzt gar nicht viel zu tun, weil Du kennst mich nicht und warum?

01:42:59: Das hilft auch übrigens beim Umgang manchmal.

01:43:02: Genau!

01:43:02: Was passieren müsste Was mich weniger einfache Lösung.

01:43:10: Das macht mich immer kürr, das macht mich richtig kürrer und ich meine es auf ganz viele Nebenden nicht nur im Verschwörungsideologischen Sinne.

01:43:17: Dieses ganze Tiktok radikalisiert alle Entschuldigung aber Alter!

01:43:24: Also wie unterkomplex können denn Analysen sein?

01:43:29: Also, als ob jemand das Internet aufmacht und dann auf einmal Nazi wird.

01:43:32: So ist es noch nie gelaufen!

01:43:34: Wir haben so viele Erkenntnisse.

01:43:36: also die Forschung zu Rechtsextremismus ist ja jetzt nicht erst drei Tage alt.

01:43:40: Nazis gibt's nicht erst seit dem Internet.

01:43:43: Also Raum dafür zu lassen dass es multifaktoriell ist, dass es komplex ist, das Antwortenkomplexe und dass sie auf verschiedenen Ebenen stattfinden müssen sich damit beschäftigen Also nur so einfachen Takes zu folgen, sondern sich mit Dingen wirklich auseinanderzusetzen und dann lieber mit einer als mit dreißig.

01:44:04: Das wäre was, das glaube ich schon mal echt gut wär.

01:44:09: Und es geht an alle!

01:44:12: So... und dann zu überlegen, also nochmal strategischer dranzugehen.

01:44:18: Es gibt wirklich ja super viele Initiativen aber muss man auch sagen nicht alle sind Effektiv.

01:44:25: sinnvoll ist natürlich schwierig zu messen, aber wenn überlegst wie viel Geld geht gerade oder Zeit?

01:44:32: Oder was auch immer.

01:44:33: Also wie viele Ressourcen gehen gerade in das Projekt macht das überhaupt Sinn?

01:44:38: kann man das nicht anders verwenden?

01:44:40: so ist der Ansatz der vor zehn Jahren gefahren wurde noch der der heute funktioniert.

01:44:46: das zu diskutieren ohne auch in so Identitätsquatsch zu kommen wo dann nur

01:44:51: noch?

01:44:52: Also wo kein Raum für Fehler und Verwachstum und Veränderung ist, weiß ich nicht.

01:44:57: Sorry jetzt bin ich gerade echt ein bisschen... Aber das macht mich wirklich des verzweifelt manchmal!

01:45:03: Es gibt so viele Forschungen zum Beispiel aus der Radikalisierung der neunziger Jahre.

01:45:07: Das nießt aber keine.

01:45:09: Und dann werden ja auch wenn überhaupt noch was gefördert wird Fördervorgaben gegeben die dann ja auch immer so.

01:45:16: jetzt machen wir EI So, dann muss man das machen.

01:45:21: Also das ist ja so eine selbst verstärkende Logik dass es nicht darum geht wirklich wirksame Strategien zu entwickeln sondern irgendwie kommen mir gar nicht an so ein Punkt das zu reflektieren und das ist glaube ich wirklich wirklich wichtig zu verstehen um dann zu handeln Räume zu erschaffen in denen wir vertrauensvoll miteinander sprechen Fehler machen dürfen, wachsen dürfen.

01:45:46: Du darfst mal sauer sein, du darfst mir jemanden anranzen.

01:45:49: Übernimmste Verantwortung, lernst was draus ist.

01:45:51: doch okay!

01:45:54: Nicht nur du, ne?

01:45:55: Aber politisch verrennen das ist passiert.

01:45:58: also ich glaube weiß nicht mit sechzehn war unsere Haltung wahrscheinlich auch nochmal andere als heute so.

01:46:06: aber

01:46:07: ja

01:46:08: Wir müssen uns mit einer Komplex, und das ist jetzt nicht neu.

01:46:11: Die Welt war immer komplex, ne?

01:46:12: Auseinandersetzen... ...und streiten!

01:46:20: Und streiten heißt jetzt nicht beschimpfen.

01:46:23: Also ich auseinandersetzte.

01:46:26: Ja, Adronen Steinke den ich auch zu Gast hatte der ist auch ein großer Freund vom demokratischen Streiten und sagt Auch Der Staat Sollte Sich Außer Entkrassen Gewaltdrohungen Eigentlich Raushalten.

01:46:37: Und Wie Er Es Schön Sagte Meinungsfreiheit gilt Für Alle auch für die Arschlöcher.

01:46:42: und ja also dass man Dann Letzten Endes sich weltanschaulich, emotional-, politisch austauscht und bestenfalls eben auf einer Respektebene.

01:46:55: Aber dass das wichtig ist für die Gesellschaft – das glaube ich auch!

01:46:59: Ja, als Tipp von uns seid aufmerksam.

01:47:01: Beobachtet was passiert auch um Wahlen herum und danach.

01:47:05: aber vielleicht pammt nicht alle sofort an sondern alle dann nochmal einen Schritt zurück treten aus sich selbst achten auf die eigene Gefühle achten auch die Gefühlen gegenüber anderen.

01:47:16: ganz wichtig sucht euch Unterstützung kann man sicherlich noch als tipp zusammenfassen Unterstützung in Form von Methoden.

01:47:23: Pia hat ganz viel schaut.

01:47:25: ich bitte bei Pia um.

01:47:26: also gleich nochmal Werde ich euch noch erzählen, wo man Pierre überhaupt alles folgen kann und so.

01:47:30: Aber sucht euch Methoden raus ob es ein Workbook ist oder ob's was anderes ist oder der Umgang mit den eigenen Gefühlen oder ob ihr euch etwas schönes zusammenbastelt, was euch an rektorischen Tragen weiter hilft.

01:47:42: das ist glaube ich wichtig.

01:47:43: also achtet auf euch!

01:47:45: Und vielleicht nochmal ganz demokratisch und banal für alle Menschen in Sachsen-Anhalt geht zur Wahl.

01:47:51: Als außergewählte AfD dann halt nicht.

01:47:53: Aber sonst, aber alle die nicht AfD wollen sollten zu nehmen.

01:47:57: Ernst!

01:47:57: Alle sollten zur Wahl gehen, die sich für demokratische Parteien einsetzen.

01:48:02: auch alle, die sie für demokratieparteien einsetzten sollten mit den Nachbarn, Freunden und Familie sprechen, dass das schon auch eine wichtige Wahl ist denke ich.

01:48:11: Es gibt tatsächlich ja auch Fragen der Taktik.

01:48:16: Ich selbst habe ein Video aufgenommen zum taktischen Wählen und ich bin auch ein Anhänger von der Initiative die gerade nochmal Welle macht für... für die Tatsache, dass sie Grünen reinkommen müssen.

01:48:28: Die SPD muss rein kommen in den Landtag, weil wenn die unter fünf Prozent bleiben verfallen, die stimmen und dann hat die AfD viel mehr Chance auf Einfluss und vielmehr Chance letzten Endes auch ganz viel kaputt zu machen.

01:48:40: zum Gemeinwesen also ich würde sagen SPD muss reingehen, Grüne muss rein eben auch weil das Parteien sind sich Menschenrechte einsetzen, sich für Klimaschutz ansetzen, die sich für Mehrgemeinwohl einsetzen.

01:48:51: Und klar Linke werden auch einige von euch wählen.

01:48:53: Also tut alles was könnt, um auch das Gemeinwesen und unsere Vorstellung von gemeinsamen Leben zu verteidigen.

01:49:07: Nach Empfehlungen nach Tipps hast du jetzt noch irgendwas wurde.

01:49:09: sagst ja ein buch dass du gelesen das hat dir geholfen.

01:49:12: eine studien podcast folgste und im influencer in den influencerinnen, die dir richtig gut gefällt willst du wehn.

01:49:18: grüßen gibt es irgendwie wo du sagst hier x y z schaut doch mal da vorbei kann.

01:49:24: jetzt kann gerne mit unserem thema heute zusammenhängen aber es kann auch nur roman sein es können was ganz anderes sein.

01:49:30: es kann der tipp sein kauft euch ein fisch.

01:49:32: also es kann alles kommen.

01:49:37: Ich glaube, darf ich noch eine... Warte vielleicht sogar zwei ganz kurz zu deinem Abbinder machen und dann sage ich den Tipp.

01:49:44: Bitte bitte bitte!

01:49:45: Eine Sache die mir noch wichtig ist weil wir das ja auch irgendwie schon immer so sehen es kritisiert Leute für das was sie tun für die Ideologie.

01:49:56: aber man kann das machen ohne Menschen feindlich zu werden also ebelistisch oder irgendwie gleichsetzen mit psychischen Erkrankungen und solche Sachen.

01:50:09: Das finde ich wichtig, sich gegen die AfD stellen muss richtig aber nicht von ihr treiben lassen.

01:50:15: also das heißt auch eigentlich Utopien bauen, Zukunftsbilder erbauen so.

01:50:20: Also dass wir in dieser Wahlkampf... Wir reden ja eigentlich fast nur über die AfD.

01:50:25: Leider.

01:50:27: Genau!

01:50:27: Und das muss man auch.

01:50:29: Manche du je es nie ignorieren sondern das Gegenteil auch eigenes setzen.

01:50:33: So das und jetzt überlege ich gerade mein Tipp,

01:50:41: was begeistert dich grade oder genau?

01:50:44: Was gab es so in letzter Zeit wo du gedacht hast wow cool weiß ich nicht.

01:50:47: Hut ab

01:50:49: zwei Sachen.

01:50:50: Das eine ist ich muss nur noch mal den aktuellen Titel den genauen Titeln nach liefern hier ein Buch dass sich Teilspannend fand.

01:51:00: Und zwar gibt es einen Ort in Rheinland-Pfalz, der Mai-Schoss war nach der Flut komplett abgeschlossen und dieser Ort hat einfach so eine krasse Krisenstruktur aufgebaut aus eigener Hand.

01:51:18: das hat mich so bewegt und berührt wie Guti.

01:51:21: also die haben auch eine eigene Informationssysteme.

01:51:23: Der Bürgermeister hat irgendwo mal gesagt er war froh dass es kein Internet gab Und da gibt es einen Dorfkundisten und er hat das alles dokumentiert.

01:51:32: Also ich habe noch nie so eine gut dokumentierte Katastrophendachsorge gesehen, und ich finde, da kann man von lernen!

01:51:38: Das fand ich wirklich... Das hat mich total beeindruckt, das hab' ich sehr gerne gelesen zu sehen was Menschen tun und das bewegt mich generell.

01:51:47: Das andere ist, du hast mir gefragt, was mich gerade bewegt?

01:51:53: Also Basteln ist eine meiner Reserienstrategien oder Anti-Stressstrategie und da habe ich immer so ein bisschen verschiedene Themenphasen.

01:51:59: Und im Moment habe ich eine, die habe ich öfter mal... Ich baue mir kleine Mini-Welten.

01:52:04: So.

01:52:06: Ja!

01:52:08: Das kann unterschiedlich aussehen.

01:52:10: Die simple Version ist es einfach irgendwie so Glas zu suchen und ein bisschen Erde und Moos und vielleicht kleine Figuren oder irgendwas was du magst.

01:52:18: Mir tut das irgendwie immer gut weil irgendwie so ein gedanklicher Auszeitort ist.

01:52:23: Und es muss ja nicht das sein, man muss jetzt nicht... Also ich würde zwar super gerne mal psychologischen Bastelworkshop machen aber muss das ja nicht machen wie ich das mache?

01:52:31: Aber

01:52:32: so

01:52:33: schöne Reize was kleines Schönes irgendwie so dass du feierst was dir gut tut.

01:52:39: Das ist super!

01:52:42: Ja, das ist ein schöner Tipp.

01:52:45: Hast du noch nie gepostet oder ist es wahrscheinlich auch privat in den Miniväten?

01:52:48: Was

01:52:48: doch!

01:52:48: Natürlich habe ich

01:52:50: dir geposted.

01:52:51: Oh oh, dann wohnst du mir und siehst du wieder Social Media bei mir.

01:52:53: im Feed waren Sie nicht.

01:52:54: Das werde ich natürlich... Ihr könnt gerne Minivalden bei Piaß Instagram finden aber ich muss ganz gut denken dass Flow ist ja aus einem psychologischen Begriff also dass man in eine Tätigkeit reinkommt und so immersiv das man in ihr aufgeht die Widerigkeiten und die Probleme der Welten, die Konflikte für einen kurzen Moment auch ausblenden kann.

01:53:16: Und es geht einem gut!

01:53:17: Wenn du das so machst mit deinen Mini-Weltern oder anderen mit, weiß ich nicht, Basteln lesen oder eben was auch immer... Das ist glaube ich eine gute Strategie, dass man dann eben nicht den ganzen Tag die Nachrichten guckt, sondern nicht dem ganzen Tag auf den... auf den rechtsextremen Gegner sozusagen schaut und guckt was die posten, was sie machen.

01:53:35: Und denen einen reinfolgt, sondern vielleicht auch am schöne Ding gesucht in dem man auch ein Flow erleben haben kann und wo man sich dann auch wohlfühlt etwas zu tun, sei es Sport für mich ist oft sport also ich laufe durch die Gegend oder höhe Podcasts und sowas und das.

01:53:48: das kann mir auch helfen.

01:53:50: Das ist doch mein Tipp sicherlich an euch.

01:53:52: Pia hat gerade schon gesagt, sie hat Mini-Welten gepostet.

01:53:54: Ich habe sie noch nicht gesehen.

01:53:55: werden Sie natürlich nachholen auf Instagram Denn da könnt ihr Pierre besonders gut folgen auf Insta.

01:54:00: Ihr könnt Pierre auch auf Blue Sky folgen, auf jeden Fall!

01:54:04: Wo kann man den noch folgen?

01:54:05: Gibt es noch?

01:54:06: welche Plattformen hast

01:54:09: du noch?

01:54:10: Ich glaube ich bin das Marketing-Disaster.

01:54:13: Ich habe viele lose Enden und kein Konzept... Also Instagram habe ich zwei Accounts, LinkedIn einen den ich manchmal nutze aber ich verstehe die Plattform auch nicht.

01:54:22: Wie ist das seltsam für mich?

01:54:24: BlueSky mache ich jetzt wieder mehr hab' ich lange nix machst und dann mache ich auch ein bisschen mehr habe ich lange nichts.

01:54:30: Ich habe mir immer mal einen TikTok-Account angelegt weil ich irgendwie versucht habe Instagram besser zu verstehen und mal so Videos gemacht haben bis sie da irgendwie auch nochmal drauf gepostet.

01:54:38: Aber ich werde auf gar keinen Fall TikTokern Heilbrache liegenden Study-Account, aber Newsletter.

01:54:46: Der wird häufiger!

01:54:49: Ganz genau, du bist Steady-Kollegin.

01:54:50: Also folgt Pia bitte auch auf Steady und supportet ihre Arbeit wenn ihr es denn wollt.

01:54:56: Pia kann man wie gesagt für Workshops buchen, auch für Beratungen.

01:55:00: Und wer jetzt dachte das wurde einiges Kluges gesagt da kann ich euch nur sagen spitze des Eisbergs meine lieben Freunde.

01:55:06: Da wo das herkommt gibt's noch mehr.

01:55:08: und Pia ist vielleicht social media mäßig mit losen Enden hier und da unterwegs aber stets mit gutem Content und das auch schon liebe Pia seit Jahren?

01:55:18: Ich folge dir sehr gerne, auch wenn ich nicht jeden Post sehe.

01:55:21: Aber das schieben wir auf Mark Zuckerberg und du hast ein Buch geschrieben auf jeden Fall dass sich sehr gern auch in der Vorbereitung gelesen habe nämlich Der Untergang... Entschuldigung!

01:55:30: Der Untergang kann warten.

01:55:31: Der ist oben und unten.

01:55:32: der Titel ne?

01:55:33: Der Untergangen kann warten wie wir in Krisenzeiten Hoffnung schöpfen.

01:55:38: Ist erschienen bei quadriga ist ja wirklich lesenswert hat auch viele strategien viele.

01:55:43: Szenarien anbindung an studien und so.

01:55:46: das gefällt mir besonders.

01:55:47: man kann es auch gut lesen.

01:55:51: Und dementsprechend ihr habt am bodensee mit gehabt in zooner ein alters also ist er schon mit mir durch europa gereist ich bin weiter in die schweizfrankreich aber das eine andere geschichte.

01:56:01: und ähm ja, ich weiß nicht hast du noch irgendwas oder?

01:56:06: Also ich meine immer was, aber das machen wir beim nächsten sieben Stunden Podcast.

01:56:11: Ganz genau!

01:56:12: Wir sind hier nicht alles gesagt podcast der Zeit dementsprechend.

01:56:15: Wir dürfen jetzt aufhören nach ca.

01:56:17: zwei Stunden und das Ganze hat sehr viel Spaß gemacht und das ganze ist informativ gewesen.

01:56:23: schreibt uns gerne Auch in die Kommentarspalten oder auch sonst in Social Media was euch hilft, um Resilienz zu sein.

01:56:29: Was für Methoden ihr habt und mit der Wirklichkeit umzugehen.

01:56:31: wie ihr die Wahl wahrnehmt?

01:56:33: Wie ihr die Wahlen im Plural wahrnehmt im September also.

01:56:36: ihr könnt sehr gerne diese Folge teilen.

01:56:38: wir würden uns freuen wenn ihr sie teilt, wir würden es noch mehr freuen wenn ich sie teile und so ein bisschen etwas von euch vielleicht doch preisgibt was ihr preisgeben wollt.

01:56:45: wer einfach nur uns schreiben will kann das auch!

01:56:48: Und ja vielen lieben Dank fürs Zuhören.

01:56:52: Ich bin Jan Skutlarek Und ich bin für heute raus und danke, dass du da warst.

01:56:57: Liebe Bier!

01:56:59: Ja, danke auch!

01:57:01: Tschö!

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